Tübingen-Lustnau SV Walddorf steigt nach 3:1 gegen Kiebingen in die Bezirksliga auf

Groß war der Jubel in Reihen des SV Walddorf gestern nach dem Triumph über den TSV Kiebingen in Tübingen-Lustnau. Die Blau-Weißen feierten ausgelassen den Bezirksliga-Alb-Aufstieg. Die Kiebinger hingegen müssen absteigen. Foto: Baur
Groß war der Jubel in Reihen des SV Walddorf gestern nach dem Triumph über den TSV Kiebingen in Tübingen-Lustnau. Die Blau-Weißen feierten ausgelassen den Bezirksliga-Alb-Aufstieg. Die Kiebinger hingegen müssen absteigen. Foto: Baur
Tübingen-Lustnau / MATTHIAS JEDELE 24.06.2013
Vor der Rekordkulisse von 1400 Zuschauer in Tübingen-Lustnau setzte sich der A-Liga-Qualifikant SV Walddorf gegen den TSV Kiebingen mit 3:1 durch und kickt in der kommenden Saison in der Bezirksliga Alb.

Das entscheidende Relegationsspiel musste mit einer Verspätung von knapp 15 Minuten angepfiffen werden, weil viele der 1400 Zuschauer noch vor dem Sportgelände des TSV Lustnau auf Einlass warteten. Nachdem Schiedsrichter Fleischer dann die Partie anpfiff, waren es auch gleich die Kicker des A-Liga-Qualifikanten SV Walddorf, die erste Warnschüssen aus der zweiten Reihe durch Kittelmann (2.) und Scherbaum (6.) abgaben. Nach zwölf gespielten Minuten tanzte dann der agile Hartmann die komplette Hintermannschaft des SVW aus, sein Drehschuss verfehlte aber um Zentimeter das Ziel. In der 41. Spielminute hatten die Anhänger des SV Walddorf den Torschrei schon auf den Lippen, der Schuss von Kapitän Andreas Braun landete jedoch am Außennetz. Als sich nahezu jeder im Lustnauer Stadion mit einem torlosen Halbzeitstand anfreundete, kam es doch ganz anders. Giuseppe Romano fasste sich ein Herz und zog aus rund 30 Metern ab. Der Ball schlug dann unter gütiger Mithilfe des Kiebinger Torwarts Raidt, der sich komplett verschätzte, neben dem Pfosten ein.

Nach der Pause wurden die Kiebinger offensiver und kamen nach einem Schmid-Eckstoß zum Ausgleich, als Fridrich aus kurzer Distanz einnetzen konnte (66.).

Der Bezirksliga-Alb-Tabellendreizehnte TSV Kiebingen versäumte es nun, vorne weiter Druck zu machen und wurde prompt hinten dafür bestraft. Fridrich kam im eigenen Strafraum gegen Garzielle zu spät und der umsichtig leitende Referee Fleischer zeigte auf den ominösen Punkt. Der eingewechselte Stefan Bauer übernahm die Verantwortung in seinem letzten Spiel im Dress des SV Walddorf und verwandelte souverän zur erneuten Führung (78.). Mit einem Traumfreistoß in den Winkel entschied jener Bauer dann in der 89. Minute die Partie und der Walddorfer Jubel kannte auf dem Spielfeld in direkter Neckarnähe keine Grenzen mehr.

Stimmen zum Spiel

Stefan Bauer (Doppeltorschütze SV Walddorf): "Wenn das letzte Spiel einer Laufbahn so endet und man mit zwei Toren so zum Erfolg der Mannschaft beitragen kann, ist das einfach nur unglaublich. Wir machen nun ein riesiges Fest."

Björn Kittelmann (Trainer SV Walddorf): "Wir haben zwei unglaubliche Spiele in der Relegation abgeliefert und waren erneut die aktivere Mannschaft. Großes Lob an die ganze Truppe, wie sie nach dem Ausgleich wieder zurückkam."

So spielten sie

TSV Kiebingen: Raidt - Aepfelbach, Kleinmann (84. Bachmann), F. Scholpp, Neu, Fridrich, R. Scholpp (46. Frick), Schmid, Geiger, (61. Schönherr), Schachtschneider, Hartmann.

SV Walddorf: Seifried - Garziella, Mägle, Jüttner, Heim, Kittelmann (71. Bauer), Rau, Romano (60. Rufrano), Scherbaum, Mydlak (90. Gruber), Braun.

Tore: 0:1 Romano (45.+2), 1:1 Fridrich, 1:2, 1:3 Bauer (78., 89.)

Schiedsrichter: Norbert Fleischer (Böblingen).

Zuschauer: 1400 (in Tüb.-Lustnau).

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel