Stimmen und Splitter zum VfL-Spiel

JOSC 03.06.2013

Große Freude

Zufrieden zeigte sich VfL-Trainer Jochen Class nach dem Schlusspfiff mit dem Ergebnis und dem perfekt gemachten Klassenerhalt - nicht aber mit dem Spiel seines Teams: "Wir hatten Probleme ins Spiel zu finden, standen zu weit weg, zogen unser Pressing nicht auf. Erst als wir merkten, dass auf dem tiefen Platz auch Kurzpassspiel möglich ist, wurde es im zweiten Durchgang besser. Das dritte Tor war die Vorentscheidung. Letztendlich war der Erfolg dann ungefährdet."

Dank einer grandiosen Rückrunde spielen die Pfullinger auch im kommenden Jahr in der Landesliga. Class: "Auch wenn viele Leistungsträger im Winter gegangen sind, war die Lage bei meinem Antritt trotz nur 13 Punkten nicht aussichtslos. Wir haben immer daran geglaubt und mit Patrick Ziegelmüller und vor allem Jochen Frey zwei Schlüsselspieler für den Erfolg dazubekommen. Die Liga mit dem VfL zu halten war schwieriger als der Bezirksliga-Aufstieg mit dem FC Engstingen in der Vorsaison."

VfL-Abteilungsleiter Timo Schyska wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Jochen Class war ein echter Glücksgriff für uns. Er ist ein akribischer Arbeiter, der viel Wert auf taktische Feinheiten und Disziplin legt und ein echtes Team geformt hat."

Kaum zu glauben

Durch den 6:0-Erfolg haben die Pfullinger nun ein positives Torverhältnis (59:58) aufzuweisen. Auch die Durchschlagskraft von Dominik Grauer (25 Tore), der erst im Sommer vom A-Ligisten TSV Sickenhausen zum VfL kam, war so nicht zu erwarten.

Türkoglus Rücktritt

Selten erlebte man Rottenburgs (Spieler-)Trainer Erol Türkoglu nach einem Spiel so aufgebracht. Vor allem das Auftreten seiner Mannschaft nach der Halbzeit ("Man darf sich so nicht abschlachten lassen. Wir waren Kanonenfutter für die Pfullinger") lag dem 41-jährigen schwer im Magen - so schwer, dass er noch in der Kabine seinen sofortigen Rücktritt bekanntgab.

Ligaerhalt-Experte

Selbst der Dauerregen hielt Sven Schipplock (24), Bundesligastürmer der TSG Hoffenheim, nicht davon ab, bei seinem Ex-Verein vorbei zu schauen: "Ich bin öfters hier und drücke dem VfL die Daumen." Auch ein Grund für Schipplocks Interesse ist sein (derzeit verletzter) Cousin Dennis Hermann, der als A-Junior schon einige Spiele für die Landesligamannschaft des VfL absolvieren durfte. Gutes Omen: Mit Schipplock auf der Tribüne, der entscheidenden Anteil am Klassenerhalt der Hoffenheimer hatte, musste es ja auch beim VfL klappen.

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