Helle Aufregung beim Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen: Nach dem schwachen Saisonstart mit drei Niederlagen (0:3 in Bissingen, 1:3 in Neckarsulm und zuletzt 0:5 daheim gegen den 1. Göppinger SV, Torverhältnis 4:11) aus den vier Auftaktspielen machen sich viele SSV-Anhänger große Sorgen um den ehemaligen Zweitligisten. Auch der bisherige  Aufsichtsratsvorsitzende und künftige Vorsitzende des SSV Reutlingen Fußball, Karsten Amann (bisher zudem Präsident des Gesamtvereins SSV Reutlingen), ist über die magere Ausbeute keineswegs erfreut.

Von offiziell 440 auf 460

Zumal ihm bereits die ganzen Bestimmungen und Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronapandemie durchaus Energie rauben. Irritierte Fans wenden sich immer wieder an den SSV Reutlingen Fußball, weil es Unklarheiten wegen der Hygienebestimmungen und eingeschränkten Zuschauerzulassungen gibt. Daher klärt Karsten Amann nochmal deutlich auf: „In den 420 Zuschauern bei unserem Heimspiel war das vom WFV empfohlene Frei-Kontingent für den Gastverein von 20 Karten nicht enthalten, weil es nicht in den regulären Verkauf ging. Das sind auch Zuschauer. Korrekt waren es also 440 Zuschauer als gültige Kulisse. Jeder Oberliga-Verein in Baden-Württemberg hat sich an die 500 Personen-Regel zu halten: Nach Paragraph 4, Absatz 3, Satz 1, Nummer 2 Corona-Verordnung Sport vom 25. Juni sind Sportwettbewerbe mit insgesamt mehr als 500 Personen bis einschließlich 31. Oktober untersagt. Dabei sind die Zuschaueranzahl und die Sportleranzahl zu addieren. Die Summe von 500 Personen darf nicht überschritten werden“, macht der SSV-Fußball-Vorsitzende klar.
Die zahlenmäßige Aufteilung zwischen Zuschauern und Sportlern sei dem Veranstalter freigestellt. Beschäftigte und sonstige Mitwirkende an der Veranstaltung wie Trainer, Betreuer, Schiedsrichter sowie weiteres Funktionspersonal (Physiotherapeut, Spielleiter, Kassenpersonal, Stadionsprecher, Ordner) würden außer Betracht bleiben.

500 als unsichere Angabe

„Sollten andere Oberliga-Vereine 500 Zuschauer gemeldet haben, haben diese also entweder die Sportler in diese Zahl mit eingerechnet oder aber mehr Zuschauer ins Stadion gelassen als erlaubt. Wir werden nach nochmaliger Überprüfung bei künftigen Heimspielen pro Verein 20 Personen als Sportler ansetzen, weiterhin 20 Karten für das Gästekarten-Kontingent. Demnach werden wir statt bisher 440 Zuschauer künftig 460 Zuschauer – 440 im normalen Verkauf, 20 im Gästekontingent – zulassen. Es bleibt dabei, dass wir unseren Fans dringend empfehlen, sich entweder eine Dauerkarte zu kaufen oder aber ihr Tagesticket vorab online zu erwerben, um sich einen Platz im Stadion zu sichern“, betont Amann.