Nach dem 1:0-Heimerfolg gegen den 1. CfR Pforzheim wollten die Reutlinger Oberligafußballer im Nachholspiel gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen unbedingt nachlegen, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Dementsprechend motiviert legten die Schütt-Schützlinge los. Und die Hausherren legten einen Traumstart hin. Keine 100 Sekunden waren gespielt, da bediente SSV-Kapitän Pierre Eiberger den durchstartenden Frederik Schumann mit einem Lochpass aus der eigenen Hälfte mustergültig. Die Nummer 30 der Hausherren nahm den Ball im höchsten Tempo an, spielte ihn links an seinem Gegenspieler vorbei und überholte ihn auf der rechten Seite. Im anschließenden Eins-gegen-Eins gegen den SF-Keeper Junker blieb Schumann cool und vollstreckte gekonnt zur Führungs ins lange Eck (2.).

Gäste hatten Chance auf den Ausgleich

Danach plätscherte das Spiel etwas vor sich hin, und die Reutlinger hatten enorme Probleme im Spielaufbau. Da war die verletzungsbedingte Auswechslung von SSV-Kapitän Pierre Eiberger (muskuläre Probleme) nach 14 gespielten Minuten natürlich nicht förderlich. In der Folgezeit hatten die Gäste mehr vom Spiel und in Minute 28 die große Chance auf den Ausgleich. Der Kopfball von Yannick Schmidt aus fünf Metern Torentfernung flog jedoch über das Reutlinger Gehäuse. Von den Gastgebern kam in der Offensive im ersten Durchgang wenig.
Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufhörte. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und die Reutlinger taten sich im Spielaufbau denkbar schwer. Da half es natürlich, dass SF-Keeper Junker einen eher harmlosen Ball vor die Füße von Onesi Kuengeinda fallenließ und dieser keine Probleme hatte das 2:0 zu erzielen (56.).

Schwaiger entscheidet die Partie

Die Reutlinger zogen sich daraufhin mit der Führung im Rücken zurück und überließen den Gäste ein Großteil des Feldes. Dorfmerkingen bemühte sich, konnte die Reutlinger Abwehr aber nur bedingt unter Druck setzen. Dann wurde es kurios. Nach einem Ballverlust der Gäste, etwa zehn Meter in der Hälfte der Reutlinger, sah Tim Schwaiger, dass SF-Keeper Junker viel zu weit vor seinem Tor stand und zog aus rund 50 Metern einfach ab. Der Ball flog über den Gästekeeper hinweg und entschied die Partie (74.). Das 4:0 durch Luca Wöhrle, nach einem Abpraller, schraubte das Ergebnis in die Höhe (78.). Am kommenden Samstag geht es für die Reutlinger zum Freiburger FC. Dort wollen die Reutlinger ihre Mini-Serie weiter ausbauen.