Fußball Kreisliga A2 Alb Eklat: SSV Rübgarten gegen TSV Riederich abgebrochen

Die A2-Partie zwischen dem SSV Rübgarten und dem TSV Riederich wurde von Schiedsrichter Hans Wolf beim Stand von 3:1 für die Gäste in der 60. Minute abgebrochen.

Alexander Mareis

Einen ereignisreichen Nachmittag erlebten die Zuschauer der Partie Rübgarten gegen Riederich. Rübgarten wollte seine Serie von vier ungeschlagenen Spielen ausbauen und startete dementsprechend forsch in die Partie. Greineck belohnte die Gastgeber bereits nach sieben Zeigerumdrehungen nach einer Ecke. Nach zehn Minuten unterbrach der Schiedsrichter das Spiel zum ersten Mal, um eine Schweigeminute für ein kürzlich verstorbenes Gründungsmitglied des SSV einzulegen. Der Gast aus Riederich fand besser in die Partie zurück und drehte die Partie binnen weniger Minuten durch einen Doppelschlag von Gönninger (13., 20.). Rübgarten hielt dagegen, machte aber zu wenig aus den sich bietenden Chancen.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie etwas und Tüzün erhöhte für die heute äußerst effektiven Gäste (53.). Rübgarten versuchte sich zurück in die Partie zu kämpfen, allerdings unterbrach der Schiedsrichter die Partie erneut - diesmal aber endgültig. Ein Zuschauer aus dem Lager von Riederich drohte nach einem Foulspiels an einem TSVR-Akteur dem Schiedsrichter Gewalt an, welcher sich genötigt sah, die Partie vorzeitig zu beenden. Mehrere Versuche, den Schiedsrichter zum Weiterspielen zu bewegen blieben erfolglos und somit wurde die Partie beim Stand von 1:3 in der 60. Minute abgebrochen.

Vater eines Riedericher Spielers

„Für mich ist die Reaktion des Schiedsrichters schwer zu verstehen. Wenn es Konflikte mit Zuschauern gibt, stehen doch die Platzordner des Heimvereins zur Lösung von Problemen bereit. Der Schiedsrichter hat sich nicht diplomatisch verhalten, sondern geradezu den Streit gesucht, anstatt ihm aus dem Weg zu gehen“, meint Riederichs Trainer Hakan Gargin.

Aus dem Lager des SSV Rübgarten äußert sich  Mannschaftskapitän Marc Albien wie folgt: „Für den Schiedsrichter war es wohl problematisch, dass der betreffende Zuschauer, der offenbar der Vater eines Riedericher Spielers ist, in Sekundenschnelle die Schutzstange, die unser Spielfeld umgibt, überwunden hat und mit Drohgebärden auf den zurückweichenden Schiri zulief. Der Unparteiische erklärte uns dann, dass er auf keinen Fall zur Fortführung der Partie bereit sei. Er lief in die Kabine und war nicht mehr umzustimmen, obwohl sich der erboste Zuschauer entfernte.“

Überrascht über das Verhalten des Schiedsrichters

Insgesamt schienen beide Lager – jene des SSV und das der Riedericher – überrascht über das Verhalten von Schiedsrichter Hans Wolf gewesen zu sein. Der Referee aus Stuttgart hatte auch vor dem ausufernden Konflikt schon Probleme mit Zuschauern gehabt und hierbei einen Platzverweis an einen pöbelnden Besucher ausgesprochen.

„Ich verstehe nicht, warum sich der Schiedsrichter so massiv mit den Zuschauern anlegt anstatt sich nur auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Mir hat er auch untersagt, aufs Spielfeld reinzurufen und meiner Mannschaft Anweisungen zu geben“, zeigte sich TSVR-Trainer Hakan Gargin verwundert.

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