Fußball Spaziergang für den Favoriten SSV im Pokalderby in Tübingen

Cristian Gilés (links) war von den Abwehrspielern des SSC Tübingen nicht zu stoppen und schoss gestern drei Tore auf dem Kunstrasen des Sportgeländes Holderfeld in der Tübinger Nordstadt.
Cristian Gilés (links) war von den Abwehrspielern des SSC Tübingen nicht zu stoppen und schoss gestern drei Tore auf dem Kunstrasen des Sportgeländes Holderfeld in der Tübinger Nordstadt. © Foto: Baur
Tübingen / Wolfgang Gattiker 16.08.2018

Oberligist SSV Reutlingen Fußball erreichte auch ohne die verletzten Akteure Schwaiger, Milisic, Di Biccari und Schneider durch einen 7:0-Auswärtsieg beim Landesligisten SSC Tübingen die dritte Runde, die heute ausgelost und am 29. August ausgetragen wird.  Schon in der 1. Runde hatten die Reutlinger mit 7:0 in Trossingen gesiegt. Der SSC Tübingen hatte vor 700 Zuschauern (die Hälfte davon aus Reutlingen) zu viel Respekt vor dem zwei Spielklassen höher angesiedelten Gast, legte die Nervosität nicht ab, hatte Ballverluste und Fehlpässe zu bieten und war daher gnadenlos unterlegen. Der beim Oberligastart gegen Neuling TSV Ilshofen (1:1) nicht gerade glänzende SSV hatte keinerlei Probleme mit den Hausherren, es war ein engagierter Spaziergang. Der SSV Reutlingen Fußball spielte konzentriert und konsequent, traf zweimal den Pfosten, zwei Giles-Tore wurden wegen Abseits aberkannt. Ein zweistelliger Sieg war sogar möglich. In der 15. Minute fiel durch Cristian Giles nach Sessas Pass das 0:1. SSV-Keeper Milan Jurkovic, gegen Ilshofen nicht frei von Fehlern, musste im ganzen Spiel nur zweimal eingreifen. In der 25. Minute erzielte Kuengienda mit Kopfball nach Eibergers Muster-Flanke das 0:2 und noch vor der Pause traf Giles in der 36. Minute nach Eibergers  Freistoßflanke zum 0:3.

Nach der Pause spielte nur der SSV. Giles traf aus 20 Metern mit Flachschuss (49.) zum 0:4, ehe Kuengienda mit Kopfball (74.) auf 0:5 erhöhte. In der 78. Minute war es Jannik Schmitt, der das halbe Dutzend voll machte (Giles leistete die Vorarbeit). Den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie am Neckar setzte der Reutlinger „Zehner“ Dominic Sessa (88.) zum 0:7.

Neuzugang Giles (kam vom FC Villingen) hat nun fünf Pokaltore erzielt. SSC-Trainer Jonathan Annel sah ein respektvolles Tübinger Team. Erst nach der Pause, als der SSV Gas wegnahm, habe man besser gespielt, aber die Angst sei vorhanden gewesen.

SSV-Coach  Teodor Rus nahm Lübke aus dem Spiel, weil dieser Spieler des Trainers Vorgaben nicht einhielt und meinte: „Wir haben sieben Tore erzielt, zehn waren möglich. Wir dürfen nicht so oft ins Abseits laufen, aber wir haben uns gut bewegt. Wir boten schöne Kombinationen, das war okay, wichtig war nur, zu gewinnen. Der SSC Tübingen war bemüht, wollte mitspielen, doch wir waren alle sehr engagiert mit der nötigen Einstellung und Leidenschaft.”

Schiedsrichter Endriß aus Bad Ditzenbach hatte übrigens keine Mühe mit dem Pokalderby.

SSV Reutlingen Fußball: Jurkovic – Lübke (34. Maier), Vogler, Reisig, Schiffel – Eiberger (46. Schmitt), Sessa, Kuengienda, Wöhrle (53. Elfadi) – Avdic (57. Bulut), Giles.

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