SSV Reutlingen gegen SSV Ulm 1846 Vor dem WFV-Pokal-Halbfinale: Seit sieben Duellen kein Reutlingen-Sieg gegen Ulm

Thomas Rathgeber (rechts) setzt hier den Schlusspunkt zum 3:0-Sieg des SSV Ulm 1846 bei Calcio Leinfelden-Echterdingen, mit dem sich die Spatzen fürs WFV-Pokal-Halbfinale beim SSV Reutlingen qualifizierten.

Wolfgang Gattiker Alexander Mareis
Am Mittwoch treffen im WFV-Pokal-Halbfinale zwei Erzrivalen aufeinander. Der SSV Reutlingen wartet seit sieben Duellen auf einen Sieg gegen den SSV Ulm 1846.

Am Mittwoch, 24. April (18 Uhr, Kreuzeichestadion) kommt es im WFV-Pokal-Halbfinale wieder einmal zum Klassiker und Aufeinandertreffen zweier Erzrivalen: Der SSV Reutlingen muss gegen den SSV Ulm 1846 ran.

Live-Ticker zum Derby

Das große WFV-Pokal-Derby zwischen den beiden Erzrivalen gibt es ab 18 Uhr im Live-Ticker.

Zu den Duellen zwischen dem SSV Reutlingen und SSV Ulm 1846 kamen im Schnitt seit 1970 (in jenem Jahr entstand der SSV Ulm 1846 aus einer Fusion) bisher 3800 Zuschauer.

Vier Ulmer Siege, drei Remis

2012 und 2016 siegten die Ulmer gegen den SSV Reutlingen jeweils mit 4:1. In den letzten sieben Duellen gab es keinen Reutlinger Sieg: vier Mal triumphierten die „Spatzen“, drei Mal trennte man sich remis. Aber 2006 fand die Reutlinger Gala vor 9000 Zuschauern im Donaustadion statt, die unter der Achalm bis heute unvergessen ist. Unter Trainer Peter Starzmann siegte der SSV Reutlingen an der Friedrichsau mit 5:1. Der auch in der aktuellen Ulmer Truppe noch im Kader stehende Alper Bagceci brachte die „Spatzen“ in Führung, aber dann trafen Ioannis Tsapakidis, Manuel Waidmann, Christian Haas, Andreas Rill und Shpejtim Arifi für die Gäste, die Meister wurden und in die damals drittklassige Regionalliga aufstiegen. 1981 (Tor durch Gunnar Schweizer) und 1988 gab es jeweils ein 1:1. Helmar Grieswald und der Ulmer Klaus Perfetto trafen ins Netz.

Der SSV Reutlingen verliert beim SV Oberachern mit 0:4. Vor dem WFV-Pokalspiel gegen den SSV Ulm 1846 steht der SSV damit bei sieben sieglosen Spielen in Folge.

SSV Reutlingen gegen SSV Ulm 1846: In der 2. Bundesliga kamen 12 800 Zuschauer

1992 sahen 5000 Zuschauer an der Kreuzeiche ein spektakuläres 5:3 des SSV Reutlingen, als Jürgen Schnizler (2), Thomas Winter (2) und Björn Roth für die Schwarz-Rot-Weißen erfolgreich waren. Für die Ulmer Tore zeichneten Thomas Jäger, Klaus Perfetto und Dieter Simon verantwortlich.

In der 2. Bundesliga 2000/2001 kam es in Reutlingen vor 12 800 Zuschauern zu einem 2:2. Ralf Becker und Torsten Traub trafen für die Heimelf. Für Ulm konnten Rainer Scharinger und Leandro Fonseca einlochen. Das Rückspiel in Ulm endete mit 3:2 für Reutlingen, die „Spatzen“ stiegen ab.

Die Bosse des SSV Ulm 1846 und des SSV Reutlingen wünschen sich ein friedliches WFV-Pokal-Halbfinale. Gewalttätern drohen Konsequenzen.

Das WFV-Pokal-Finale 1995 gewann Ulm gegen Reutlingen mit 4:1

Im WFV-Pokal-Finale siegte Ulm 1995 mit 4:1 (4:0) gegen den SSV Reutlingen, der vor der Pause vor nur 1000 Zuschauern im Donaustadion überrollt wurde.

1997 siegten die Reutlinger mit 5:0 und feierten Tore von Thomas Fritz, Michael Mayer (2), Semin Alejbegovic und Carsten Maginot. Für Ulm spielten unter anderem Philipp Laux, Oliver Otto und Markus Pleuler. 2004  siegten die Reutlinger 4:1 (Tore Christian Haas, Ioannis Tsapakidis, Jochen Weigl und Markus Schneider bei Tembos Gegentor). 1994 gewann Reutlingen in Ulm mit 3:0, als Thomas Richter (2) und Frank Kastner trafen. Die Gesamtbilanz spricht für die „Spatzen“: 55 Spiele, 24 Ulmer Siege, 13 Remis, 18 Reutlinger Siege. Die Ulmer spielen seit 2016 eine Klasse höher als die Reutlinger und sind in der Regionalliga etabliert. Ulm entschied das letzte  Derby 2016 mit 4:1 vor 3620 Besuchern für sich.

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