Fußball Schachtschneiders neues Team will den SSV hinter sich lassen

Raphael Schneider (rechts, hier gegen den Freiberger Marco Pischorn) möchte mit dem SSV Reutlingen Fußball auch heute in Ravensburg ungeschlagen bleiben.
Raphael Schneider (rechts, hier gegen den Freiberger Marco Pischorn) möchte mit dem SSV Reutlingen Fußball auch heute in Ravensburg ungeschlagen bleiben. © Foto: Grundler
Reutlingen / woga 05.09.2018

Interessante Oberliga-Partie heute (18 Uhr im Ravensburger Wiesental) in Oberschwaben: Mit einem Heimsieg kann der FV Ravensburg punktemäßig zum SSV Reutlingen Fußball aufschließen. Die Blau-Weißen holten den Ex-Reutlinger Schachtschneider aus Nagold, Strauß aus Rielasingen und verloren Toprak, man stellt insgesamt ein eingespieltes Team.

Der SSV will aber ungeschlagen bleiben, spielte zuletzt drei Mal zu Null.

Kaum zu schlagen

Michael Schuster, Vorsitzender des SSV Reutlingen Fußball, ist überzeugt, dass man in der Verfassung vom Samstag (4:0 gegen SGV Freiberg) kaum zu schlagen ist. SSV-Sportdirektor Giuseppe Ricciardi gibt sich als Realist: „Es gibt keine leichten Spiele. Ravensburg stellt ein Top-Team, da müssen wir alles abrufen und alles so umsetzen, wie es der Trainer vorgibt. Leidenschaft, Wille und Laufbereitschaft müssen 90 Minuten vorhanden sein. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist ein Puzzle,  das wir von Spiel zu Spiel vergrößern. Bei uns gibt es eine Harmonie und den tollen Teamspirit.“

Filip Milisic will mit dem SSV Reutlingen viel erreichen: „Wir müssen Gas geben wie gegen Freiberg, an die Leistung anknüpfen.“ Cristian Giles Sanchez hat jetzt (WFV-Pokal und Punktspiele) zehn Tore erzielt, ist aber bescheiden und spricht vom ganzen Team als Erfolgsfaktor. Er ist der Torjäger, den man  benötigt.

Tom Schiffel trainiert wieder, Schramm, Niang und Vogler fehlen. Ansonsten hat Trainer Teodor Rus  viele Alternativen. Der Coach betont: „Das wird ein ganz schweres Spiel, wir haben davon fünf in 15 Tagen. Wir müssen regenerieren, haben einen guten Kader. Für einige ist es ein besonderes Spiel, für mich nicht.“

Trainer Teodor Rus meinte im Spaß: „Wenn wir aufsteigen, dann gleich in die 3.Liga.“

Ein bisschen Humor darf nicht fehlen. Nach dem 4:0 über den SGV Freiberg/Neckar Fußball waren alle gut gelaunt.

Der Argentinier Dominic Sessa und Luca Wöhrle fühlen sich wohl in Reutlingen, wo alles professioneller sei als bei ihren Ex-Klubs TSG Backnang und FSV Bissingen.

Daniel Elfadli  möchte wie Gümüssu dem Kreuzeicheklub helfen, den  Weg weiter zu gehen. Das Team sei eine Einheit, der Mannschaftsspirit sei  entscheidend, so Tim Schwaiger und  Ruben Reisig.

Die Jungen wie Piu, Bulut, Dogan oder Gashi wissen, dass sie noch hart arbeiten müssen, aber sie haben die richtige Einstellung, die nötige Leidenschaft und möchten sich durchbeißen. Alle haben eine gute Ausbildung (in Klubs wie RB Leipzig, 1. FC Kaiserslautern, VfR Aalen oder TSV 1860 München) genossen. Der aktuelle zweite Tabellenplatz in der fünftklassigen Oberliga sei eine Momentaufnahme.

Die Spieler, so Trainer Rus, freuen sich: kaum Training, dafür viel spielen – das ist ihr Wunsch, dem Rus nachkommt, weil man in der Vorbereitung sehr hart gearbeitet hat.

FV Ravensburg nach Topstart nun mit Patzern

Nach einem Top-Start verlor der FV Ravensburg im WFV-Pokal gegen den 1. Göppinger SV mit 2:4, unterlag auch  gegen den FC Villingen mit 1:2, führte in Spielberg mit 2:0 (Daniel Schachtschneider traf), ehe man noch zwei Tore zum 2:2 kassierte. FVR-Trainer Steffen Wohlfarth wechselte sich selbst ein, vergab die Siegchance. In der Vorsaison siegte der SSV Reutlingen in Oberschwaben mit 1:0, zu Hause gab es ein 1:1. Somit muss ein brisantes Duell im Wiesental erwartet werden.

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