Region Psychologisch von großem Wert

Metzingens Armin Zukic (rechts) wird gegen Nehren wieder die Zauberkiste auspacken.
Metzingens Armin Zukic (rechts) wird gegen Nehren wieder die Zauberkiste auspacken. © Foto: Eibner
Region / SEBASTIAN BUCK 20.11.2015
In Reutlingen steigt das Derby schlechthin. Croatia empfängt die Nachbarn der TSG Young Boys. Der Primus Pfullingen muss nach Holzhausen, K´furt nach Zimmern, Nehren kommt zur TuS Metzingen.

Die TuS Metzingen empfängt zu Hause auf dem Bongertwasen die Kicker des SV Nehren. Letztere rangieren derzeit auf dem neunten Rang der Tabelle und haben zwei Zähler mehr auf ihrem Konto als die Metzinger. Zizino Teixeira-Rebelo gibt ein klares Ziel aus: "Wir wollen den dritten Heimsieg in Folge. Psychologisch wäre es wichtig, gerade gegen Nehren, dann wären wir nämlich vor denen." Metzingens Trainer kann personell aus dem Vollen schöpfen, alle Mann sind an Bord. Stärken beim SVN sieht Teixeira-Rebelo natürlich, will aber nicht zu viel verraten: "Das ist eine eingeschworene Mannschaft, die gut spielt", lässt er wissen, ohne ins Detail zu gehen. Der Übungsleiter redet lieber über seine Mannschaft, hat da beim Pfullingen-Spiel Schwächen in der Defensive ausgemacht und meint: "Wir müssen an unserem Abwehrverhalten arbeiten." Wenn das gelingt und die ohnehin starke TuS-Offensive Tore macht, kann es was werden mit dem Sieg zu Hause.

Das Derby aller Derbys steigt in Reutlingen. Es ist gar ein Derby, welches nach schulmäßiger Definition als solches durchgeht. Denn mit dem SV Croatia und der TSG Young Boys stehen sich zwei Vereine aus der gleichen Stadt gegenüber. TSG-Trainer Mario Estasi, dessen Männer jüngst 5:1 in Rottenburg siegten, will den Trend bestätigen: "Der Sieg in Rottenburg ist nichts wert, wenn wir jetzt nicht nachlegen. Wir haben riesigen Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst", stellt der Cheftrainer klar. Sabri Gürol und Benjamin Kern kehren in den Kader der Reutlinger Ringelbach-Kicker zurück. "Das ist ein Kommen und Gehen", bringt Estasi die Personalsituation auf den Punkt und fügt rückblickend auf das Spiel in Rottenburg an: "Das war schon sehr ansprechend, wir wollen natürlich auch im Derby gewinnen."

Da hat sein Gegenüber Ante Dominikovic freilich etwas dagegen: "Nach fünf Niederlagen sind wir natürlich unter Zugzwang. Aber ein Derby hat immer eigene Gesetze", bemüht der SVC-Coach die Phrase. Über mangelnden Einsatz der Seinen kann sich der Trainer nicht beschweren, alle würden mitziehen, er habe immer um die 20 Leute im Training. "Wir wollen ein bestmögliches Spiel machen und Punkte holen", ist sich Dominikovic der prekären Tabellenlage seiner Elf bewusst. Doch er bleibt realistisch: "Beide Teams habe ihre Stärken, man kennt sich. Wir werden schauen, wer am Ende besser rauskommt." Astrit Kalicanoj kehrt in den Kader der Kroaten zurück, personell entspannt sich die Lage also etwas.

Der VfL Pfullingen, nach dem Sieg gegen Metzingen nach wie vor an der Tabellenspitze zu finden, hat im Navigationssystem Holzhausen einprogrammiert. Beim dortigen FC geht es um weitere Punkte. Die Vorzeichen beim Spiel Erster gegen Siebter sind zumindest auf dem Papier eindeutig.

So ähnlich sieht es auch beim Spiel SV Zimmern gegen den TB Kirchentellinsfurt aus. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Die K'furter sind im Keller einbetoniert, haben bereits jetzt zwölf Punkte Abstand zum rettenden Ufer, eine schnelle Rettung ist jedenfalls nicht in Sicht. Und ein hoher Sieg beim Tabellendritten in Zimmern wäre die faustdicke Überraschung des 14. Spieltages.