Nichtantritt wird härter bestraft

GIOVANNI DE NITTO 13.07.2012
Fußballvereine aufgepasst: Ab sofort gilt es, neue Satzungs- und Ordnungsänderungen zu beachten. Neu ist, dass ein Zweitspielrecht beantragt werden kann und dass es pauschalen Schadensersatz gibt.

Der Alb-Bezirksvorsitzende Horst Beck und Markus Werthmann, Obmann der Schiedsrichtergruppe Münsingen, erklärten den Vereinsvertretern beim Staffeltag der Fußball-Bezirksliga Alb einige Neuerungen, die beim Verbandstag des Württembergischen Fußballverbands (WFV) beschlossen wurden.

So werden Sperren nach Spielen als Zeitsperre und Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Pflichtspielen festgesetzt (zwei Pflichtspiele entsprechen einer Zeitsperre von einem halben Monat).

Maßgeblich sind dabei die Pflichtspiele der Mannschaft, in der der Spieler bei Begehung des Vergehens mitgewirkt hat. Während der Dauer der Sperre ist der Spieler für sämtliche Mannschaften und Spiele gesperrt. Bei einer Sperre über drei Monate entfällt die Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Pflichtspielen.

Künftig wird nicht mehr zwischen Verzicht und schuldhaftem Nichtantreten unterschieden. Tritt eine Mannschaft nicht an, ist dies immer als Nichtantreten durch das Sportgericht zu bestrafen. Ferner ist die Einzahlung einer Einspruchsgebühr nicht mehr erforderlich.

Jeder Einspruch, der innerhalb der jeweiligen Frist eingelegt wurde, ist zulässig und somit auf seine Begründetheit zu überprüfen. Das Kostenrisiko im Falle des Unterliegens bleibt unverändert. Bei Einsprüchen zu Pokal-Entscheidungs- und Relegationsspielen verkürzt sich die Frist auf drei Tage.

Vereine haben zukünftig Anspruch auf pauschalen Schadensersatz. Voraussetzung ist, dass ein Pflichtspiel nachträglich als verloren gewertet und ein anderer Verein dadurch an der Fortführung des Wettbewerbs gehindert wird.

Ebenfalls neu ist, dass Vereine ein Zweitspielrecht für bestimmte Spieler (u.a. Studenten, Berufspendler) beantragen können. Die beiden gemeldeten Wohnorte des Spielers müssen dazu mindestens 150 Kilometer entfernt voneinander und nicht beide im WFV-Gebiet liegen.

Zudem stellt der WFV ab dem 1. Januar 2013 auf das elektronische Lastschriftverfahren um. Die bisher gekauften Gebührenmarken behalten aber weiterhin ihre Gültigkeit.