Einwurf Neuer Vertrag als klares Signal

Matthias Jedele über die vorzeitige Vertragsverlängerung von Teo Rus beim SSV
Matthias Jedele über die vorzeitige Vertragsverlängerung von Teo Rus beim SSV © Foto: Matthias Jedele
Reutlingen / mj 11.08.2018

Wenn die Verantwortlichen eines Sportvereins den laufenden Vertrag mit ihrem Cheftrainer verlängern, zeigt dies, dass man einerseits mit den gezeigten Leistungen seines sportlichen Kommandogebers zufrieden ist und auf der anderen Seite, dass man auch gewisse Kontinuität auf seiner Trainerbank haben möchte. So nun geschehen beim Oberligisten SSV Reutlingen 05 Fußball. Mit 34 Punkten aus 17 Rückrundenspielen beschaffte sich der Reutlinger Cheftrainer Teodor Rus ein gutes Zeugnis. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man solch einen Mann gerne länger an den Kreuzeiche-Klub binden möchte. Ob es jedoch die richtige Entscheidung ist, dies im Vorfeld der Oberliga-Saison 2018/19 zu tun, darf zumindest diskutiert werden. Denn wenn der Start in die neue Runde misslingt, bleiben die Rufe nach einem Trainerwechsel deswegen nicht aus, nur weil man den Vertrag des Cheftrainers kürzlich verlängert hat. Auf der anderen Seite ist es aber auch ein klares Signal an die Mannschaft, die nun in der Bringschuld steht, Ergebnisse abzuliefern und nun nicht die Möglichkeit hat, die „Trainer-Muss-Weg-Karte“ zu spielen. Kurzum, wenn man künftig an der Kreuzeiche wieder höherklassigen Fußball sehen möchte, muss eine Kontinuität her und das nicht nur auf der Trainerbank. Die Mannschaft muss sich einspielen und dann kommen auch die Erfolge und mit mehr Erfolgen mehr Zuschauer und mit mehr Zuschauern (hoffentlich) auch mehr und größere Sponsoren. Eine recht einfache Gleichung auf dem Papier, die Umsetzung könnte indes etwas schwieriger werden.

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