Fußball Neuer Kälte-Einbruch könnte den Spielplan wieder ändern

Kann am Wochenende überhaupt gespielt werden? So wie hier am vergangenen Samstag rund um das Kreuzeichestadion sieht es auch an einigen Spielorten der Bezirksligavereine aus.
Kann am Wochenende überhaupt gespielt werden? So wie hier am vergangenen Samstag rund um das Kreuzeichestadion sieht es auch an einigen Spielorten der Bezirksligavereine aus. © Foto: Foto: Baur
Region / Rainer Jock 23.02.2018

In der Fußball-Bezirksliga Alb steht am Wochenende offiziell der erste Spieltag nach der Winterpause an. Alle Mannschaften sehnen sich nach dem Start und freuen sich, wenn der Ball endlich wieder rollt. Doch ob jede Mannschaft den 19. Spieltag bestreiten wird, ist aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse weiterhin fraglich. Vorausgesagt ist ein neuer Kälte-Einbruch am Wochenende, der den Spielplan erneut ändern könnte.

Am vergangenen Sonntag standen sechs Nachholspiele in der Liga an, doch an einen Spielbetrieb war aufgrund der Platzverhältnisse nicht zu denken. Erneut mussten diese Partien, sehr zum Ärgernis aller Beteiligten, insbesondere von Bezirksstaffelleiter Kurt Kuschel, abgesagt und verschoben werden.

Es wird immer enger

„Der  Terminplan wird immer enger. Wir wären froh, wenn die Partie in Hirrlingen am vergangenen Sonntag stattgefunden hätte. Aufgrund der Spielabsage kann es sein, dass wir nun mittwochs dort antreten müssen. Wegen der Schichtarbeiter und Studenten in meiner Mannschaft können wir womöglich nicht den kompletten und leistungsstärksten Kader zur schweren Auswärtspartie aufbieten“, hadert Dettingens Trainer Erol Türkoglu sehr mit der Spielabsage.

Am morgigen Samstag treten die Ermstäler im Neuwiesenstadion zum Derby gegen den SV Zainingen an. Dettingen als Tabellenfünfzehnter braucht gegen den Tabellenvierten Zainingen jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. „Die Tabelle sagt noch nicht viel aus. Wir haben von allen Teams die wenigsten Spiele bisher absolviert und auch unsere Personalsituation hat sich gegenüber der Hinrunde etwas verbessert“, so Dettingens Kommandogeber, der im vergangenen Jahr wegen zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle selbst als Spieler auf dem Platz ran musste. In der Tat weisen die Blau-Weißen nur 13 Spiele auf. Dagegen hat der Tabellenachte SG Reutlingen bereits 17 Partien auf dem Buckel.

Besonders auf die Neuzugänge Enzo Liotti, Marko Blazevic und Luigi Mannolo setzt man in Dettingen in der Rückrunde. „Das sind super Spieler, die unsere Qualität im Kader erhöhen. Gegen Zainingen sind alle drei spielberechtigt“, ergänzt Türkoglu. Auf der Gegenseite hadert Zainingens Trainer Ralf Luik ebenfalls mit dem Spielplan. „Es ist ziemlich schwer, die Jungs bei Laune zu halten. Wir brennen auf den Rückrundenstart und freuen uns, wenn es endlich wieder losgeht“.

Was das Derby in Dettingen angeht glaubt Luik nicht, dass das Spiel ausgetragen wird. „Sollte die Partie stattfinden, sind wir gut gerüstet und bieten einen schlagkräftigen Kader auf. Aber ich gehe fest von einer Spielabsage aus“, so Zainingens Coach. Während die Türkoglu-Elf sich mit erfahrenen und teils höherklassig spielenden Fußballern verstärkte, vermelden die Älbler nur einen Neuzugang. Vom A-Ligisten FC Römerstein heuerte Thorsten Rieck beim SZV an. „Thorsten ist ein junger, talentierter und sehr kopfballstarker Spieler. Er wird unseren Kader weiter verstärken“, so Luik. Der 18-Jährige, der noch in der A-Jugend antreten dürfte, wäre in Dettingen gleich spielberechtigt.

Die TuS Metzingen müsste, sollte das Spiel stattfinden, bei der SG Reutlingen antreten.  Der Tabellenzweite möchte weiter der schärfste Verfolger des vorne weg eilenden Spitzenreiters SSC Tübingen bleiben. Bei der SG Reutlingen (8. Platz) ist die Mannschaft aus der Sieben-Kelternstadt leichter Favorit. Im Hinspiel Mitte August letzten Jahres gewannen die Reutlinger in der Nachspielzeit durch den an diesem Tag stark aufhorchenden dreifachen Torschützen Ilija Lucic mit 4:3. Topscorer Lucic führt die Torjägerliste der Bezirksliga mit 15 Treffern vor seinen Kontrahenten Kyei, Schmitt und Wagner (alle 12 Tore) an. Somit ist die TuS in Zugzwang und sollte besonders auf die gegnerischen Stürmer achten. Ein riesiges Fragezeichen steht ebenfalls hinter der Partie der unmittelbaren Tabellennachbarn TSV Wittlingen gegen den TSV Genkingen. Das Spiel in Wittlingen ist auf jeden Fall stark gefährdet.

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