Reutlingen Neue Jugendtrainer beim SSV Reutlingen

Das neue Trainerteam beim SSV Reutlingen Fußball, von links: Koordinator Ralf Hengstler, Marko Mutapcic (Trainer U19), Özkan Acar (Trainer U17), Michael Mayer (Trainer U23) und Francisco "Paco" Vaz (Trainer U15). Foto: Joachim Baur
Das neue Trainerteam beim SSV Reutlingen Fußball, von links: Koordinator Ralf Hengstler, Marko Mutapcic (Trainer U19), Özkan Acar (Trainer U17), Michael Mayer (Trainer U23) und Francisco "Paco" Vaz (Trainer U15). Foto: Joachim Baur
Reutlingen / GA 14.06.2013
Der SSV Reutlingen Fußball geht im Jugendbereich neue Wege und stellte gestern im Presseraum die neuen Trainer vor. Ex-Profis wie Michael Mayer und Marko Mutapcic haben fortan das Sagen.

Neue Männer, neue Visionen: Michael Schuster, der neue starke Mann in der Vorstandschaft des SSV Reutlingen Fußball (wird am Freitagabend bei der SSV-Fußballversammlung gewählt) meinte, dass ein Trainerposten beim SSV begehrt sei, man habe namhaften Trainern absagen müssen - der SSV habe noch eine Anziehungskraft.

Auch der Fußballvorsitzende Eberhard Spohn ist froh, in Schuster einen wichtigen Mitstreiter gefunden zu haben. Er dankte auch dem bisherigen Jugendkoordinator Denis Lapaczinski, der jetzt seinen Beruf in den Vordergrund stellt, aber dem SSV erhalten bleibt auch in Sachen Marketing - neben dem Dettinger Jürgen Zepf (zuletzt Manager beim Handball-Bundesligisten TV Neuhausen). Schuster machte klar, dass die Regionalliga das mittelfristige Ziel der Ersten Mannschaft sei, aber auch das sei nur mit mehr Sponsoren möglich. Die 3. Liga sei in Reutlingen derzeit kaum denkbar, es sei denn, es kommen große Sponsoren.

Die U 15 und U 16 spielen in der Oberliga, die U 19 könnte am Sonntag in selbige aufsteigen. Neuer U-15-Trainer ist Francisco "Paco" Vaz (39) aus Dettingen, der seit sieben Wochen tätig ist, den Kurzpass pflegt und das Ganze als Herausforderung sieht. Er ist auch WFV-Instruktor. Neuer U-17-Trainer ist Özkan Acar (40), der im Schwarzwald sesshaft ist, zuletzt Schopfloch und Baisingen trainierte, eine Entwicklung mit den Jungs erreichen will.

Schuster sind charakterstarke Teams am liebsten, wichtig seien keine Eintagsfliegen, sondern Spieler, die sich voll und ganz für den SSV Reutlingen Fußball einsetzen. Man möchte auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen intensivieren und ausbauen, das Verhältnis verbessern. Neuer U-19-Trainer ist Marco Mutapcic, der 1995 bis 1997 beim SSV spielte, dann in Österreich und als Profi bei den Stuttgarter Kickers aktiv war. Der 47-Jährige möchte mit der U 19 ein Zeichen setzen, ist überzeugt, mit Isik und Mayer gut zusammen zu arbeiten, denn Murat Isik sollte mehr Spieler aus dem Reservoir bei beiden Teams schöpfen können.

Mutapcic ist voll motiviert, sieht das Konzept als ideal an. Der 42-jährige Michael Mayer ist neuer U-23-Trainer. Er spielte in der Jugend beim SSV, wurde mit dem VfB Stuttgart dann zwei Mal deutscher A-Junioren-Meister und 1992 auch deutscher Meister bei den Bundesliga-Profis, verzeichnete auch im UEFA-Pokal Einsätze und wurde Torschützenkönig aller Ligen im Ländle.

Er möchte junge Spieler fördern, die dann oben spielen, sieht sich als Bindeglied zwischen A-Jugend und aktiver Mannschaft. Noch steht sein Kader nicht ganz fest, Mayer baut A-Jugendspieler ein, er wird eine junge Truppe haben und keine Traumtänzer, die von der Oberliga träumen, aber keine Leistung bringen. Er will die Talente nach vorne bringen. Christian Kübler ist Vorsitzender Jugend und sieht klar: "Die Ausbildung steht neben der Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund, wir optimieren alles, haben ein neues Konzept, das breiter aufgestellt ist." Ralf Hengstler, der in Sondelfingen die Jugend aufbaute, ist seit einem Jahr beim SSV und der U12, macht weiter. Der 40-Jährige arbeitet an der Struktur. So hat man jetzt den Leistungsbereich mit Peter Slavic, den Aufbaubereich mit Hengstler und den Grundlagenbereich mit der Fußballschule von Kim Laudage und den Bambini, die ohne Druck trainieren können. Damit soll Kontinuität hineingebracht werden. Man hat die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt, es gibt auch Co-Trainer, Scouts und Helfer, die sich um technische Dinge kümmern. Das Menschliche müsse besser werden, die Wege sind kürzer.

Themen in diesem Artikel
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel