Kreisliga A1 Alb Mit weißer Weste zum Spitzentanz

Region / puk 08.09.2018

Nach drei Spieltagen zeichnet sich an der Tabellenspitze das von vielen erwartete Bild ab. Der Bezirksligaabsteiger FC Engstingen führt die Tabelle an und hat mit neun Punkten das Maximum herausgeholt. Besonders beachtlich: In den drei Spielen musste das Team von Trainer Nico Gotthardt nur einen Gegentreffer hinnehmen. Morgen ist der FCE zu Gast beim SV Lautertal 2017. Mit zwei Siegen konnte das Team von Jonathan Knehr zwar nicht die optimale Ausbeute erzielen, mit einem Heimsieg könnte der SVL jedoch zum FC Engstingen aufschließen und alles wäre wieder im Lot. Besonders interessant dürfte dieses Spiel für die beiden externen Neuzugänge des SV Lautertals werden. Elias Luka Lindner trifft auf seinen Ex-Verein der vergangenen beiden Jahren und Pascal Maier auf seinen Ex-Trainer beim Bezirksligisten TSV Wittlingen.

Upfingen hat einen Lauf

Erster Verfolger des FC Engstingen ist derzeit die TSG Upfingen, die ebenfalls noch ohne Fehl und Tadel unterwegs ist und dabei mit dem FV Bad Urach, dem WSV Mehrstetten und zuletzt im Derby beim SV Würtingen keine Laufkundschaft der Liga besiegt hat. „Natürlich sind wir mit dem Saisonstart mehr als zufrieden“, so Upfingens Abteilungsleiter Markus Blankenhorn. Und nicht nur mit dem Saisonstart. Saisonübergreifend ist die TSG Upfingen nun im Ligabetrieb zwölf Spiele in Folge siegreich. „Wir hatten bereits eine tolle Rückrunde und haben nur wegen des schlechteren Torverhältnisses die Aufstiegsrelegation verpasst“, so Blankenhorn, der hier einen klaren Beleg für die „gute Arbeit von Trainer Peter Kaschuba sieht, die jetzt entsprechend ihre Früchte trägt.“ Vor allem in der Defensive hat sich einiges getan bei der TSG – auch das war nicht immer so. Trotz des Abgangs von Steffen Schwenkel steht die TSG-Abwehr sehr kompakt und hat erst einen Gegentreffer hinnehmen müssen. „Das ist aber nicht nur die Leistung der Abwehr, vielmehr haben wir unser System etwas geändert, so dass auf die Abwehr bereits nicht mehr so viel zukommt und unsere Gegner auch nicht mehr so viele Torchancen haben“, so Markus Blankenhorn.

Blankenhorn hält den Ball flach

Trotz der bisher optimalen Ausbeute kann und will Markus Blankenhorn noch nicht sagen, wohin die Reise in dieser Saison gehen wird: „Sollten wir einige zeitgleiche Ausfälle durch Verletzungen oder Urlauber haben, wird es bei uns schwer, diese zu ersetzen“, so Blankenhorn. Mit sieben hochgerückten A-Jugendlichen ist auf alle Fälle das Thema Zukunft bei der TSG sehr gut besetzt, obwohl derzeit noch nicht alle jungen Spieler zum Kader der ersten Mannschaft gehören. Morgen empfängt die TSG Upfingen den SV Bremelau. Und obwohl die TSG bereits einige Hochkaräter der Liga vor der Brust hatte, geht Markus Blankenhorn von der bislang schwersten Aufgabe aus: „Bremelau hat noch keinen Punkt und steht unter Zugzwang und für uns geht es ganz klar darum, dass ein Heimsieg Pflicht ist, da wir am nächsten Spieltag beim FC Engstingen zu Gast sind. Und nur mit einer weiterhin weißen Weste können wir dafür sorgen, dass wir weiter am FCE dranbleiben. Sollten wir gegen Bremelau nicht gewinnen, ist das bisher Erreichte wenig wert“. Im SV Bremelau sieht dann aber auch nicht nur Markus Blankenhorn keinen Abstiegskandidaten: „Die haben eine sehr gute Rückrunde gespielt und dürften mal gar nichts mit dem Abstieg zu tun haben“. Nach seinem Urlaub wird auf alle Fälle TSG-Torjäger Jan-Lars Dümmel wieder mit von der Partie sein.

Noch ohne Niederlage, aber dennoch erst fünf Punkten, konnte der FC Sonnenbühl, für viele ein heißer Titelmitanwärter, bislang verbuchen. Nach dem klaren 5:0-Auftaktsieg zu Saisonbeginn kam Sonnenbühl zuletzt nicht zweimal über Punkteteilungen hinaus. Im Heimspiel gegen den SV Auingen gilt es schnell wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Doch auch der SV Auingen steht unter Druck, sollte der Anschluss an die Tabellenspitze nicht schon frühzeitig zu groß werden.

Hülben unter Druck

Zu einem echten Derby kommt es morgen zwischen dem TSV Hayingen und dem TSV Pfronstetten. Beide Teams konnten bereits Punkte einfahren und stehen nicht unter dem ganz großen Druck. Ein Derbysieg bringt jedoch nicht nur drei Punkte, vielmehr auch ein richtig gutes Selbstvertrauen für die kommenden Wochen. Weit hinter seinen Erwartungen dürfte der SV Hülben derzeit stehen. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen steht das Team des Trainergespanns Timo Reinhofer und Markus Lude derzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz, welcher die Abstiegsrelegation bedeuten würde. Morgen ist der SV Hülben zu Gast beim Aufsteiger SGM Oberstetten/Ödenwaldstetten, der ebenfalls noch auf den ersten Sieg in der neuen Liga wartet.

Drei Gegentore gegen den SV Lautertal, fünf Gegentore gegen die TSG Upfingen und zuletzt vier Gegentore gegen den FV Bad Urach. Die Defensive des WSV Mehrstetten weist derzeit mit zwölf Gegentreffern die schlechteste Bilanz aus. Einzig die Tatsache, dass sein Team zuletzt einen Zwei-Torerückstand drehen konnte und Mehrstetten den FV Bad Urach noch mit 5:4 bezwang,  dürfte WSV-Trainer Bernd Hirschle allerdings positiv stimmen.

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