Riederich Mehrstetter Aufholjagd wird nicht belohnt

Ein packendes Duell lieferten sich gestern der WSV Mehrstetten (grüne Trikots) und der SV Walddorf. Foto: Axel Grundler
Ein packendes Duell lieferten sich gestern der WSV Mehrstetten (grüne Trikots) und der SV Walddorf. Foto: Axel Grundler
Riederich / MATTHIAS JEDELE 20.06.2013
Vor der beeindruckenden Kulisse von 750 Zuschauern im Riedericher Alfred-Barner-Stadion setzte sich der SV Walddorf mit 3:2 knapp gegen den WSV Mehrstetten durch. Zwei Keller-Tore reichten dem WSV nicht.

Bei Temperaturen über 35 Grad wurde den Akteuren aus Mehrstetten und Walddorf alles abverlangt. So standen beide Teams taktisch diszipliniert und versuchten möglichst wenig zuzulassen. Die erste Chance verzeichneten die Kicker des SV Walddorf, als der agile Scherbaum einen Fehler in der WSV-Abwehr nutzte, das Spielgerät aber nicht im Walddorfer Tor unterbrachte (16.). Auch der Münsinger A-Ligist hatte seine Chancen.

Doch Keller übersah nach 31 gespielten Minuten seinen mitgelaufenen Kapitän Kuhn und schoss selbst. Keine 120 Sekunden später war es dann jener Kuhn, der die WSV-Führung auf dem Fuß hatte im "Eins gegen Eins", gegen den Walddorfer Schlussmann Seyfried jedoch das Nachsehen hatte. Mit dem Pausenpfiff dann fast die Führung des SVW als Scherbaum nach einem Ausrutscher von Kölle blitzschnell schaltete, das Spielgerät aber an den Pfosten hämmerte.

Wer im zweiten Durchgang nun dachte die Hitze würde das Spiel langsamer machen, sah sich getäuscht. Wie die Feuerwehr legte des SV Walddorf los und ging keine drei Minuten nach Wiederanpfiff in Führung. Scherbaum bediente den mitgelaufenen Rau mustergültig und dieser drosch den Ball aus rund sechs Metern in das WSV-Tor.

Der WSV Mehrstetten war geschockt und versuchte mit den Einwechslungen von Buck und Richter wieder etwas mehr Ruhe in sein Spiel zu bringen. Andreas Scherbaum tanzte jedoch die komplette Hintermannschaft des WSV aus und krönte seine starke Leistung mit einem Heber über Mehrstettens Schlussmann Kuhn hinweg zum 2:0 (61.). Als Rufrano in der 67. Minute das 3:0 erzielte, war die Partie eigentlich entschieden und die ersten Zuschauer verließen bereits das Stadion.

Der starke WSV-Stürmer Peter Keller war es jedoch, der die Partie nochmals spannend machte. Erst staubte er 15 Minuten vor dem Ende zum 1:3 ab, ehe er zwei Minuten später goldrichtig stand und das 2:3 erzielte. Walddorf verteidigte nun mit aller Kraft die knappe Führung und der WSV setzte alles auf eine Karte.

In der 81. Spielminute hätte ein eingewechselter Spieler dann die famose Aufholjagd fast noch belohnt, doch dessen Drehschuss ging knapp am Walddorfer Gehäuse vorbei.

Patrick Eberhardt (Trainer WSV Mehrstetten): "Wir haben versäumt in Führung zu gehen und wurden dann in der zweiten Halbzeit dafür bestraft. Ein großes Kompliment an mein Team, das nie aufgesteckt hat. Wer nach einem 0:3-Rückstand bei solchen Temperaturen zurückkommt, hätte auch ein drittes Tor verdient gehabt."

Björn Kittelmann (Trainer SV Walddorf): "Aller größten Respekt vor der Leistung des WSV. Nach 0:3 nochmal so zurückzukommen ist unglaublich. Am Ende konnten wir den knappen Vorsprung aber zum Glück noch über die Zeit retten."

WSV Mehrstetten: Kuhn - Kölle, Herzog (65. Groth), A. Krimly, Linker, Kwayeb, Kuhn (60. Buck), J. Krimly, Schwarzer (60. Richter), Keller, Gräsch.

SV Walddorf: Seyfried - Garziella, Mydlak (65. Mägle), Jüttner, Heim (75. Bauer), Kittelmann, Rau, Romano (60. Rufrano), Scherbaum, Gruber, Braun.

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