Ein unschönes Ende hatte die Kreisliga-B3-Partie zwischen der zweiten Mannschaft der TuS Metzingen und den Gästen von Ermstal Türkspor Dettingen.

Abbruch beim Stand von 2:1 für Ermstal Türkspor

Die Partie wurde beim Spielstand von 2:1 für die Gäste kurz vor Schluss durch den Schiedsrichter der Partie, Hans Fischer, wegen einer Massenschlägerei abgebrochen.
Was war passiert? Die Gäste bekamen kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Strafstoß zugesprochen und verwandelten diesen zur 2:1-Führung. Nachdem der Jubel abgeklungen und das Spiel bereits wieder fortgesetzt war, ging ein Spieler der Gäste schreiend auf dem Feld zu Boden.
Ehe man sich versah, lieferten sich Akteure beider Mannschaften, Ersatzspieler, Funktionäre und teilweise Zuschauer eine handfeste Auseinandersetzung. Augenzeugen berichten, dass mit Fäusten und Regenschirmen zugeschlagen wurde.

Ein Vorfall, zwei Meinungen

„Wir wurden die ganze Zeit von Metzinger Seite aus provoziert“, sagte Türkspor-Trainer Deniz Akman auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE und ergänzte: „Wenn der Metzinger Spieler mit der Nummer elf unserer Nummer sieben keinen Ellenbogencheck gibt, passiert gar nichts. Es waren ja auch nur noch drei Minuten zu spielen.“
Toni Grimaldi, Trainer der TuS Metzingen II, schildert hingegen den Vorfall auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE anders: „Insbesondere die Zuschauer der Gäste kamen schon mit einer ganz miesen Stimmung auf den Sportplatz und haben meine Spieler auf das Übelste beleidigt. Als unser Abteilungsleiter Zizino Teixeira Rebelo einen Türkspor-Spieler höflich fragte, ob er seine Schraubstollen ausziehen könnte, weil er damit unseren Kunstrasen beschädigen würde, wurde er beleidigt und ihm wurden Schläge angedroht. Da wäre es schon fast eskaliert.“ Die Szene mit dem Ellenbogencheck schildert er wie folgt: „Mein Spieler hat die Nummer sieben von Ermstal Türkspor leicht am Bauch mit dem Ellenbogen getroffen. Nie und nimmer aber im Gesicht, wie er in der Situation simulierte.“

Platzwunde am Auge

Mindestens vier Personen erlitten eine Platzwunde, eine davon am Auge. Die Polizei, die von Grimaldi persönlich verständigt wurde, rückte mit mehreren Streifenwagen an.