Fünf Tage Fußball pur gab es auf der Siegfried-Betzmann-Sportanlage in Großengstingen zu sehen. Der Lichtensteinpokal für Aktiven-Mannschaften hat nichts von seiner Attraktivität verloren.

Im Gegenteil: Durch die Aufstockung auf mittlerweile wieder acht Mannschaften ist der „LiPo“ in diesem Jahr ein echter Zuschauermagnet gewesen. Alleine am ersten Vorrundenspieltag fanden mehr als 300 Zuschauer den Weg aufs Großengstinger Sportgelände. Getoppt wurde dies nur noch vom Finaltag.

In zwei Gruppen suchten die acht Teams zunächst die vier Halbfinalisten. In Gruppe A setzte sich hierbei der FC Sonnenbühl mit drei  Siegen souverän durch: 1:0 über die SGM Holzelfingen/Honau, 4:0 über den TSV Genkingen und 3:0 über die TG Gönningen. Den zweiten Platz in der Gruppe sicherte sich der B-Ligist SGM Holzelfingen/Honau. Ohne Sieg und Punkt hingegen blieb die TG Gönningen.

In Gruppe B ging der gastgebende FC Engstingen als klarer Favorit ins Rennen.  Das Team von Trainer Nico Gotthardt wurde seiner Favorittenrolle in der Gruppenphase vollauf gerecht, schlug den TV Unterhausen mit 3:1 und den TSV Steinhilben 2:1, ehe ein 0:0 gegen die SGM Oberstetten/Ödenwaldstetten folgte. Oberstetten/Ödenwaldstetten scheiterte gegenüber dem TV Unterhausen durchs schlechtere Torverhältnis am Halbfinaleinzug.

Im ersten Halbfinale trafen somit der FC Sonnenbühl und der TV Unterhausen aufeinander. Nach einem Fehler im Aufbauspiel war Danijel Mojsilovic zur Stelle und spitzelte den Ball aus acht Metern zur glücklichen 1:0-Führung für den TVU ins Netz. Auch im zweiten Durchgang war der FC Sonnenbühl spielbestimmend. In der 47. Minute gelang Dennis Bächle dann auch der verdiente Ausgleich zum 1:1.  Im neuen Elfmeterschießen-Modus, in dem jede Mannschaft nur noch drei Schützen stellen darf, waren Manuel Pflaum, Benjamin Wagner und Tobias Szymanski je zwei Mal erfolgreich und der TV Unterhausen setzte sich mit 7:6 durch.

Im zweiten Halbfinale scheiterte der FC Engstingen überraschend an der SGM Holzelfingen/Honau. Nach 0:0 im regulären Spielverlauf trafen Dominik Hecht, Oliver Koch und Lars Förster zum 3:1-Sieg des Außenseiters. Das kleine Finale wurde gleich in einem Elfmeterschießen ausgetragen, welches der FC Sonnenbühl gegen den FC Engstingen mit 4:3 für sich entschied.

Im temporeichen Finale ging es hin und her. Der TV Unterhausen war gegen die SGM Holzelfingen/Honau in der Schlussphase am Drücker und wollte den Lichtensteinpokal nach 2016 erneut gewinnen. Beide Teams hatten kurz vor dem Ende noch die Chance zum Siegtreffer, es blieb am Ende jedoch beim 0:0. In der Verlängerung war es Stefan Pflaum, der das 1:0 für den TVU markierte. Phillip Moll glich fast mit dem Abpfiff zum 1:1 aus. Im Elfmeterschießen waren es Dominik Hecht, Oliver Koch und Routinier Lars Förster, die allesamt trafen und der SGM Holzelfingen/Honau den Titel sicherten.

2020 ist der TSV Genkingen Ausrichter des Lichtensteinpokals.