Region Letzte Würfel fallen in der Bezirksliga

Trainer Ralf Luik (coacht 2013/14 den TSV Wittlingen) bangt um den Klassenerhalt seines "Noch-Klubs" SG Reutlingen. Foto: arc
Trainer Ralf Luik (coacht 2013/14 den TSV Wittlingen) bangt um den Klassenerhalt seines "Noch-Klubs" SG Reutlingen. Foto: arc
Region / GIOVANNI DE NITTO 07.06.2013
Wer geht in die Auf- und Abstiegsrelegation, wer steigt direkt ab? Es stehen wichtige Entscheidungen an: Um den Klassenerhalt kämpfen die SG Reutlingen, TSG Tübingen II, Kiebingen und Rübgarten. Kirchentellinsfurt steht vor Endspiel um Platz zwei.

Besser spät als nie: Am letzten Spieltag kann sich der TB Kirchentellinsfurt (57) für seine tolle Aufholjagd (fünf Siege in Folge) belohnen und erstmals auf den Aufstiegs-Relegationsplatz springen. Der am Sonntag spielfreie aktuelle Tabellenzweite SSV Reutlingen Fußball II (59 Punkte) hat seinen einstmals komfortablen Vorsprung von über zehn Punkten gegenüber den Kickern vom Faulbaum verspielt und muss nun auf Ligaprimus TSG Young Boys Reutlingen (76) hoffen. Denn mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison gegen den Doublegewinner und Landesligaaufsteiger von der Achalmstadt könnte der TBK noch auf Platz zwei klettern und damit nach Jahren der Abstinenz weiter von der Rückkehr in die Landesliga träumen. "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen alles dafür getan, um sich dieses Endspiel um Platz zwei zu erarbeiten. Dabei haben wir nicht immer spielerisch geglänzt, aber letztlich zählt nur das Ergebnis. Jetzt liegt unser Fokus allein auf diese Partie und wir wollen die große Chance, die sich uns bietet, natürlich nutzen", erklärt TBK-Trainer Jan Wachsmuth.

In den Partien SSV Rübgarten (40) gegen den FC Engstingen (41) und TSV Ofterdingen (43) im Duell gegen den TV Derendingen (42) hält sich die Spannung in Grenzen. Bestenfalls geht es in diesen Begegnungen, da alle Mannschaften praktisch das rettenden Ufer erreicht haben, nur um das Prestige. Wobei die Mannschaft aus Pliezhausen-Rübgarten rein rechnerisch noch auf den Abstiegs-Relegationsplatz abrutschen könnte. Dazu müsste aber zum einen die TSG Tübingen II gewinnen und zum anderen die Grün-Weißen aus dem Pliezhausener Stadtteil eine extrem hohe Niederlage einfahren, denn die Tordifferenz spricht klar für den SSV Rübgarten (minus 2 gegenüber minus 13 Toren der Tübinger). Dennoch - um ganz sicher zu gehen - sollte die Mannschaft des Spielertrainergespanns Jedele und Flaig einfach nicht verlieren.

Der als Absteiger feststehende TSV Wittlingen (32) möchte sich am letzten Spieltag mit einem Heimsieg gegen den SV Croatia Reutlingen (46) von seinen Anhängern und von der Bezirksliga verabschieden. Für die Kroaten gilt es noch zu punkten, um die Saison als Tabellenfünfter abzuschließen. Nach nur einem Jahr muss der TSV Glems (32) wieder zurück in die Reutlinger Kreisliga A 2. Die Mannschaft aus dem Metzinger Stadtteil steht vor einem kompletten Umbruch und möchte sich im letzten Saisonspiel nochmals von ihrer besten Seite zeigen. Gegner wird der TSV Dettingen/Rottenburg (41) sein, der sich vergangenen Woche den Klassenerhalt gesichert hat. Der FV Bad Urach (44) hat trotz einiger Höhen und Tiefen insgesamt eine ordentliche Saison gespielt und belegt einem guten sechsten Tabellenplatz. Bei einem Sieg könnten sich die Zittelstätter unter Umständen bis auf Platz fünf verbessern. Gegner SV 03 Tübingen (50) hat in den letzten Woche geschwächelt und damit alle Möglichkeiten im Kampf um Platz zwei aus der Hand gegeben. Das Hinspiel gewannen die Uracher mit 3:1.

Die Ausgangslage im Kellerduell zwischen der SG Reutlingen (36) und der TSG Tübingen II (37) ist klar: Einer der beiden wird nach diesem Spiel definitiv den bitteren Gang in die A-Liga antreten müssen. Der Gewinner dieser Partie ist auf keinen Fall ein Direktabsteiger. Bei einem Unentschieden wäre der Gastgeber aus der Reutlinger Nordstadt ebenfalls nicht mehr zu retten. Theoretisch ist sogar für den Sieger dieses Kellerduells ein Nicht-Abstiegsplatz möglich - Voraussetzung wäre allerdings eine Niederlage des TSV Kiebingen (38) beim Schlusslicht TSV Undingen (24). Es wird also nur wenig Taktieren in diesem Abstiegsgipfel geben, denn nur ein Sieg bringt den vollen Erfolg: Die Gäste aus Tübingen, die wie in der vergangenen Woche beim 2:0-Sieg gegen den TSV Wittlingen mit einigen Spieler aus ihrem Landesliga-Kader antreten werden, gehen leicht favorisiert in die Partie. Wenn man die ganze Saison des Gastgebers in Betracht zieht, ist es schwer vorauszusagen, wie die Mannschaft von SG-Trainer Ralf Luik auftreten wird. Denn wenn eines in dieser Runde auf die Achalmstädter zutrifft dann, dass die Rot-Weißen konstant unkonstant gespielt haben: Nach Siegen gegen Spitzenmannschaften der Liga folgten oftmals Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, dass weiß auch SG-Trainer Luik: "Wir haben uns diese Situation selber eingebrockt. Jetzt gibt es nur ein Ziel, und das heißt am Sonntag gegen die TSG Tübingen II zu gewinnen ", lautet die klare Ansage von Ralf Luik.

Hier geht es zur Bezirksliga-Tabelle.

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