Kein Glück bei der schnellen Trainersuche für die Kreuzeichekicker: Jonathan Annel vom Fußball-Landesligisten SSC Tübingen bekam einen Anruf des Oberligisten SSV Reutlingen, sagte aber ab, weil er dem SSC aus der Universitätsstadt schon zugesagt hatte. Immerhin gehen die „Nullfünfer“ derzeit nicht ganz leer aus: Neu beim SSV Reutlingen ist Marcel Schmitt (war Reservist beim Regionalligisten SSV Ulm 1846), der ein Wunschspieler von Teodor Rus, Michael „Dino“ Schuster und Giuseppe Ricciardi war. Nun aber sind alle drei weg und Schmitt kam ins Grübeln. Auch Dimitrois Vidic (vom Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen) schließt sich den Schwarz-Rot-Weißen an.

Ein Kandidat als Trainer an der Kreuzeiche soll Felix Luz sein, der zuletzt bei der Stuttgarter VfB-Jugend arbeitete und als Profi für den VfB Stuttgart II, die TSG Hoffenheim, den FC St. Pauli, FC Augsburg, Rot-Weiß Oberhausen (dort kickt jetzt der Ex-Reutlinger Francis Ubabuike), SHB Da Nang (Vietnam), KVC Westerlo (Belgien), Wacker Burghausen, SV Elversberg und 1. FC Saarbrücken stürmte.

Mit St. Pauli wäre Luz in der Saison 2005/2006 fast bis ins DFB-Pokal-Finale vorgestoßen, scheiterte aber im Halbfinale am späteren Cupsieger Bayern München mit 0:3 am Millerntor.

Luz (inzwischen 37 Jahre alt), der Kevin Kuranyi aus gemeinsamen VfB-Tagen gut kennt, galt immer als kopfballstarker, kampforientierter Angreifer mit viel Einsatzwillen. Sollte er beim SSV unterkommen und dem Team seine Tugenden vermitteln können, dürfte die Fans an der Kreuzeiche packender, ehrlicher Offensivfußball mit Herzblut erwarten.

Der bisherige Co-Trainer und seit zwei Oberligaspielen zum Interims-Cheftrainer berufene Volker Grimminger wartet ab, wer neuer Trainer des SSV Reutlingen wird. Erst dann entscheidet er sich, wie es mit ihm weitergeht. Aber auch die Rolle als Chefcoach gefällt Grimminger, der beide bisherigen Partien mit den „Nullfünfern“ gewann, sehr gut.

Klar ist: Der SSV Reutlingen Fußball will seinen neuen Trainer schon Anfang der nächsten Woche präsentieren.