Pliezhausen Klappt Sensation im Jubiläumsjahr?

Solche Spielzüge wünscht man sich im Cupfinale: Römersteins Elena Wörz (am Ball, weißes Trikot) passt mit dem Außenrist auf Lena Sieler, die dann ins Netz trifft.
Solche Spielzüge wünscht man sich im Cupfinale: Römersteins Elena Wörz (am Ball, weißes Trikot) passt mit dem Außenrist auf Lena Sieler, die dann ins Netz trifft. © Foto:  
ALEXANDER MAREIS 03.06.2015
Die Frauen des FC Römerstein gehen als klarer Außenseiter ins Finale um den Fußball-Bezirkspokal Alb gegen den Regionenligarivalen TSV Lustnau (Schönbuchstadion Pliezhausen am Donnerstag ab 13.15 Uhr).

Zwar gehören beide Teams der Regionenliga 5 an, in selbiger aber hatten die beiden Pokalfinalisten heuer zu gänzlich unterschiedlichen Tabellenregionen Kontakt. Während die Tübinger Vorstädterinnen am vorletzten Spieltag auf Ranglistenplatz zwei liegen und sich hinter Meister SV Uttenweiler den Relegationsplatz sichern können, waren die Römersteinerinnen bestrebt, einen möglichst sicheren Abstand zur Abstiegszone zu wahren.

Zwar rangiert der FCR nur auf dem neunten und somit viertletzten Platz, doch der Abstand zum auf dem drittletzten Rang ansässigen TSV Sondelfingen II (bei dem am Sonntag, 7. Juni, 11 Uhr das letzte Punktspiel für die Schützlinge von Trainer Tobias Röhm ansteht) beträgt satte 13 Zähler - die Angst vor einem Abrutschen in die Abstiegsrelegation wurde somit schon frühzeitig vertrieben. Dass der FC Römerstein mit einem Regionenliga-Spitzenteam wie dem TSV Lustnau durchaus mithalten kann und am Donnerstag (Fronleichnam) ab 13.15 Uhr im Pliezhäuser Schönbuchstadion sicherlich nicht chancenlos ins Bezirkspokal-Alb-Finale gehen wird, verdeutlicht ein Blick auf die beiden Ligaduelle. Zwar unterlagen die Blau-Weiß-Schwarzen im Heimspiel am 25. Oktober 2014 nach 2:0-Führung noch mit 2:5, das Liga-Rückspiel in Lustnau am 3. Mai bescherte den Kickerinnen von den Mittleren Alb aber immerhin ein 1:1-Remis am Neckar, das durch Janina Bauers Ausgleichstreffer gesichert wurde.

"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Gegen den TSV Lustnau, der in unserer Regionalliga 5 die meiner Meinung nach spielerisch stärkste Truppe stellt, sind wir im Finale klarer Außenseiter. Es muss viel zusammenkommen, damit wir diesem überlegenen Team gefährlich werden können", macht Römersteins Trainer Tobias Röhm klar.

"Die Lustnauerinnen haben in der Rückrunde nur eine einzige Partie verloren und nur ein Mal - gegen uns - Remis gespielt. Und dieses Unentschieden kam für uns glücklich zustande, da bin ich ehrlich. Wir gehen mit der Situation durchaus realistisch um und wissen die Dinge einzuordnen", macht Röhm klar.

Allerdings: Vor zwei Jahren, damals im Kirchentellinsfurter Faulbaum-Stadion, gab es just genau die selbe Pokalfinal-Paarung schon einmal, sogar die selbe Schiedsrichterin (Isabel De Marco) wird morgen Dienst an der Pfeife tun. Damals, am 30. Mai 2013, verlor der FC Römerstein 05, der heuer vom 12. bis 14. Juni in einem Festzelt am Böhringer Sportplatz sein zehnjähriges Bestehen mit Partynacht, Heimatabend, Showeinlagen, Musik und mehreren Fußballspielen feiert, nur knapp mit 1:2 gegen den Favoriten aus dem Tübinger Stadtteil.

Im laufenden Jahr würde ein Pokalcoup, den Röhm als faustdicke Überraschung einstuft, bestens ins Feierprogramm passen. Zum Leidwesen der Römersteinerinnen wird ihnen - wie schon in der gesamten Rückrunde - Spielertrainerin Annika Kirsamer fehlen, die sich in der Hinrunde der Regionenliga einen Kreuzbandriss zuzog und seither von der Bank aus mitfiebert.

"Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit, wir verfügen über keine überragenden Individualistinnen. Ich hoffe, dass es uns gelingt, möglichst lange Zeit kein Gegentor zu kassieren. Und natürlich bauen wir darauf, dass uns viele Römersteiner Fans in Pliezhausen unterstützen werden", sagt Chefcoach Tobias Röhm, der im fünften Jahr beim FCR im Amt ist.

Der Weg ins Finale

FC Römerstein:

8:1 bei der SGM Glems/Neuhausen (1. Runde), 5:0 beim TSV Dettingen/Erms (Achtelfinale), 9:2 beim TSV Pfronstetten (Viertelfinale), 3:1 beim BFC Pfullingen (Halbfinale).

TSV Lustnau:

Freilos in der 1. Runde, 1:0 gegen SGM SV Nehren/SF Dußlingen (Achtelfinale), 3:1 gegen TSV Ofterdingen (Viertelfinale), 3:0 gegen SV Oberndorf (Halbfinale).