Bezirkspokal Kim Laudage warnt vor aggressiven Steinlachtälern

Alessio Bannardo (rechts) will mit dem SSV Reutlingen II auch noch die letzte Kurve in Sachen Pokal nehmen.
Alessio Bannardo (rechts) will mit dem SSV Reutlingen II auch noch die letzte Kurve in Sachen Pokal nehmen. © Foto: Baur
ALEXANDER MAREIS 02.06.2015
Am Donnerstag (Fronleichnam) ab 16 Uhr fordert Außenseiter TSV Ofterdingen im Pliezhäuser Schönbuchstadion den Bezirksliga-Vizemeister SSV Reutlingen II im Finale des Fußball-Bezirkspokals Alb heraus.

Eines kann man sicherlich nicht behaupten, nämlich dass der SSV Reutlingen Fußball II glücklich den Einzug ins Finale der Männer (16 Uhr, ebenfalls Pliezhäuser Schönbuchstadion) geschafft hätte. Die Schwarz-Rot-Weißen veranstalteten ein wahres Scheibenschießen auf dem Weg ins Endspiel: 4:1, 3:2, 7:1, 7:1, 3:0 und 5:1 (siehe unten „Weg ins Finale“) lauteten die Ergebnisse in den Runden zuvor. Richtig schwer machten es nur die TSG Young Boys II in der 2. Runde dem großen Stadtnachbarn von der Kreuzeiche, der als Tabellenzweiter der Bezirksliga Alb auch die Chance hat, endlich in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga, Staffel 3, zu schaffen.

Finalgegner TSV Ofterdingen, ebenfalls Bezirksligist, befindet sich im Klassement mit Kontakt zu den abstiegsbedrohten Vereinen im unteren Mittelfeld, wird aber ein weiteres Jahr im Bezirksoberhaus verbringen, zumal den Tabellenelften vom bedrohten Ranglisten-13. TSV Gomaringen immerhin acht Punkte trennen. Die Favoritenrolle im Pokalfinale aber gebührt zweifellos dem SSV Reutlingen II, zumal er am 8. Mai um Ligapunkte mit 3:1 in Ofterdingen siegte und auch das Hinrundenheimspiel in der Bezirksliga Alb am 26. Oktober mit 3:2 gegen die Steinlachtäler gewann.

Von der eindeutigen Favoritenrolle will SSV-(Spieler)Trainer Kim Laudage nichts Wissen: „Meisterschaft und Pokal sind zwei unterschiedliche Wettbewerbe. Ich lasse mich nicht davon blenden, dass wir in der Bezirksligatabelle klar vor Ofterdingen stehen und den TSVO zwei Mal im Punktekampf besiegt haben. Die Ofterdinger können mit einem Pokalerfolg über uns die ganze Saison retten, werden hochmotiviert sein und Vollgas geben. Wenn wir nicht unsere Optimalleistung abrufen, können wir enorme Probleme bekommen.“

Laudage, der in der Vorrunde der Bezirksligasaison noch regelmäßig selbst mitkickte, ehe ihn Knieprobleme in die Rolle des von der Seitenlinie aus coachenden Trainers verbannten, muss am Donnerstag am 16 Uhr im Pliezhäuser Schönbuchstadion nur auf den linken Abwehrspieler Kosta Tahtsidis verzichten, der im Urlaub weilt.

Seinem Respekt vor dem Außenseiter aus dem Steinlachtal steht ein gesundes Maß an Selbstvertrauen gegenüber. „Wir haben die letzten sechs Punktspiele in der Bezirksliga Alb gewonnen, zudem in diesem Zeitraum zwei Mal im Pokal gesiegt – wir haben einen echten Lauf. Zuvor lieferte meine Mannschaft durchaus durchwachsene Ergebnisse ab, zeigte verschiedene Gesichter. Aber zuletzt haben wir die Konstanz gezeigt, die wir zuvor mitunter vermissen ließen“, lobt Kim Laudage seine Schwarz-Rot-Weißen. Den Pokalfinalgegner TSV Ofterdingen stuft Laudage als „geschossen auftretendes Team ein, das aggressiv agiert und durch starke Zweikampfwerte“ besticht.

Der Weg ins Finale

 

Der SSV Reutlingen Fußball II:

4:1 beim SV Rommelsbach (1. Runde), 3:2 bei TSG Young Boys Reutlingen II (2. Runde), 7:1 bei TuS Metzingen II (3. Runde), 7:1 beim TSV Talheim (Achtelfinale), 3:0 gegen TSV Dettingen/Erms (Viertelfinale), 5:1 gegen TSV Hirschau (Halbfinale).

TSV Ofterdingen:

3:0 beim TV Belsen II (1. Runde), 4:3 gegen TSV Dettingen/Rottenburg (2. Runde), 2:0 beim VfB Bodelshausen (3. Runde), 3:1 gegen TSV Gomaringen (Achtelfinale), 2:1 beim VfL Pfullingen II (Viertelfinale), 3:0 bei SGM Holzelfingen/Honau (Halbfinale).

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