INTERVIEW MIT STEFAN SCHWÖRER: "Man muss sich fast täglich damit beschäftigen"

Alles im Blick: MHB-Stumm-Cup-Organisator Stefan Schwörer. Foto: K.-P. Neef
Alles im Blick: MHB-Stumm-Cup-Organisator Stefan Schwörer. Foto: K.-P. Neef
KLAUS-PETER NEEF 01.02.2013
Der gute Ruf des renommierten MHB-Stumm-Cups kommt nicht von ungefähr. Zum zehnjährigen Jubiläum der Turnierserie spricht der Organisator Stefan Schwörer über die Entwicklung und Zukunft des Cups.

Hätten Sie vor zehn Jahren gedacht, dass das Turnier so ein Erfolg wird?

Nein, unser Ziel war es nicht primär Erfolg zu haben, sondern ein attraktives Turnier für die eigene Jugend und die regionalen Vereine zu veranstalten.

Wer waren denn 2003 neben Ihnen die Gründungsväter des Turniers?

Ralf Kirchmann, Oliver Brändle, Klaus und Martin Turban, Armin Skiera, Armin Schrade und Udo Schönrock.

Wie ist es möglich, ein solches Turnier auf diesem hohen Niveau zu halten?

Man muss sich fast täglich damit beschäftigen, um sich weiter zu verbessern. Der ständige Austausch mit den Vereinen, die Optimierung der Spielpläne und Abläufe, immer wieder nach neuen Ideen zu suchen. Ganz entscheidend ist aber ein gutes Team. Da bin ich in Münsingen besonders stolz auf ein geniales Organisations-Team. Jeder hängt sich mit aller Kraft rein. Das ist einmalig. Auch helfen alle Eltern der Spieler, viele Vereinsmitglieder und sonstige Gönner mit.

Wie hat sich die Kooperation mit den regionalen Vereinen entwickelt?

Deren Mithilfe bei der Unterbringung der Gastkinder entlastet nicht nur, sondern hat uns mit ihnen enger zusammengeführt. Dadurch ist auch hier eine tolle Gemeinschaft entstanden.

Haben sich die Erfahrungen, die die TSG mit dem Turnier gemacht hat, in sportlicher Hinsicht auch auf die eigene Jugend ausgewirkt?

Vor zehn Jahren waren unsere Spieler noch in allen Belangen den Spielern von Großvereinen unterlegen. Hier hat ein Wandel stattgefunden. Nach einer genauen Analyse und Neustrukturierung der Jugendabteilung legen wir das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Ausbildung unserer Jugendspieler. Alle Mannschaften sind mit kompetenten Trainern besetzt. Mein Ziel war es, eine Mannschaft zu formen, die beim MHB-Stumm-Cup dagegen halten kann. Der Jahrgang 2003 kann morgen sicherlich für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Profitieren ihre Trainer und Sie auch von den zum Teil engen Kontakten zu den Großvereinen?

Natürlich. Wir stehen ständig in Kontakt mit den Trainern der Großvereine und haben mittlerweile die Möglichkeit, unsere Junioren bei hochklassigen Turnieren in Berlin oder Köln mitspielen zu lassen.

Wieso ist für Großvereine die Mischung beim MHB-Stumm-Cup so interessant und attraktiv?

Ich möchte dies mit dem DFB-Pokal vergleichen. Die kleinen Vereine kämpfen bis zum Umfallen und die Großvereine müssen diszipliniert spielen und lernen, mit ihrer fußballerischen Überlegenheit dagegen zu halten.

Von der U7 bis zur U11 wurde beim Cup schon gespielt. Planen Sie eine Erweiterung?

Das Hauptaugenmerk wird zukünftig wieder bei der U10 liegen, da in Oberelchingen (U11) und Betzingen (U12) bereits tolle Turniere im Umkreis stattfinden. Weiterhin sind wir im U10-Bereich fester Bestandteil der Großvereine bei ihren Turnierplanungen.

Kommen bei der TSG Münsingen engagierte Jugendliche nach, die später wichtige Funktionen übernehmen können und wollen?

Wenn ich in die vielen leuchtenden Kinderaugen schaue, bin ich mir da ganz sicher. Es ist immer wieder schön, dass so viele Kinder und Jugendliche, auch von benachbarten Vereinen, ihre Mithilfe anbieten. Ein Beispiel möchte ich herausstellen: Yannick Brändle sagte als Zwölfjähriger, dass ich solange den Cup organisieren müsse, bis er alt genug ist, um es zu übernehmen.

Wird es den MHB-Stumm-Cup in zehn Jahren auch noch geben?

Wir schauen von Jahr zu Jahr. Wie immer wird das Team auch in diesem Jahr nach den Turnieren wieder zusammensitzen. Wir werden analysieren, sowie die neue Zielrichtung festlegen. Die Entwicklung des Fußballs geht sehr rasch voran, so dass wir uns den Gegebenheiten von Jahr zu Jahr anpassen müssen, um uns weiter zu verbessern.

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