Reutlingen INTERVIEW · Michael Schuster (SSV Reutlingen Fußball): Aufstieg innerhalb zwei Jahren

Michael Schuster wird der neue, starke Mann im Präsidium des SSV Reutlingen Fußball. Foto: Eibner
Michael Schuster wird der neue, starke Mann im Präsidium des SSV Reutlingen Fußball. Foto: Eibner
Reutlingen / WOLFGANG GATTIKER 07.06.2013
Michael Schuster ist der neue starke Mann in der Vorstandschaft des SSV Reutlingen Fußball. Er wird am 14. Juni bei der Mitgliederversammlung gewählt, ist seit Wochen aktiv, hat vieles in die Wege geleitet.

Wo haben Sie gespielt?

MICHAEL SCHUSTER: Ich war Torwart in Pfullingen, Pliezhausen, Nürtingen, beim FC Reutlingen, mit dem ich in die Landesliga aufstieg, und war auch mal nach Hansens Verletzung ein halbes Jahr beim SSV Reutlingen.

Warum stiegen Sie jetzt beim SSV Reutlingen Fußball ein?

SCHUSTER: Ich unterstütze seit zwölf Jahren die Jugend, habe immer Kontakt mit Wolfgang Rapp, der, wie einige andere Freunde, mich bat, doch richtig einzusteigen. Nun bin ich da.

Der SSV hat für die kommende Saison schon einige Hochkaräter verpflichtet.

SCHUSTER: Aber nur mit kleinem Geld. Wir weichen von unserer Linie nicht ab, haben einen guten Namen, ein tolles Umfeld und so holten wir die Spieler aus höheren Ligen. Schimmel studiert in Tübingen, macht mit seiner Band noch Musik. Schaschko bekam eine Arbeitsstelle auch mit Hilfe von Peter Starzmann, der sich in Sachen Beruf und Sponsoren einsetzt und uns hilft.

Warum kam Jacob Amann (letzte Saison Wormatia Worms, Anm. d. Red.) nicht?

SCHUSTER: Das war eine Frage des Geldes. Bei der TSG Balingen bekommt er viel mehr und das alleine war ausschlaggebend.

Sind sie voll in die Arbeit beim SSV eingebunden?

SCHUSTER: Klar, wir mussten handeln, Lapaczinski, Kübler und Neumann unterstützen mich, Spohn ist ja beruflich stark eingespannt. Wichtig ist auch der Präsident des Hauptvereins und Aufsichtsrat, Karsten Amann, mit dem ich mich gut verstehe, der uns hilft. Er war auch ein Grund, dass ich einstieg. Er macht einfach gute Arbeit.

Kommen noch weitere Spieler? Derzeit hat der SSV 19 unter Vertrag.

SCHUSTER: Ja, ich denke noch an drei Spieler, dann haben wir 20 Feldspieler und zwei Torsteher.

Welche Ziele stecken Sie sich?

SCHUSTER: Wir sollten in den kommenden zwei Jahren aufsteigen, dies ist das mittelfristige Ziel. Ich sehe Astoria Walldorf und VfR Mannheim als Favoriten, dann kommen einige Teams ab Platz drei - da gehören wir dazu. Wir sollten vorne mitspielen. Das Fernziel ist die 3. Liga.

Ist das realistisch?

SCHUSTER: Nein, so lange die Reutlinger Industrie nicht besser mitzieht. Ohne die große Unterstützung der Industrie ist das Ziel nicht zu verwirklichen - das muss jedem klar sein. Wir haben neue Sponsoren gewonnen, es tut sich etwas, aber wir benötigen noch viele neue Sponsoren.

Wie sehen Sie die Zuschauerentwicklung?

SCHUSTER: Wir hatten jetzt 700 im Schnitt. Ich denke, dass wir 1000 und mehr im Schnitt bekommen können, wenn wir oben mitspielen. Aus den ersten fünf Spielen sollten vier Siege herausschauen, dann sind wir unter den Top-Drei.

Wie stehen Sie zu Trainer Isik?

SCHUSTER: Wir verstehen uns gut, diskutieren auch konträr, aber es wird immer eine Lösung gefunden - das ist wichtig. Er ist ein guter Trainer mit unwahrscheinlich hohem Einsatzwillen, er opfert viel Zeit für den SSV. Ich bin zuversichtlich, wir haben eine gute Basis, sind ein schlafender Riese, aber es muss sich in Sachen Sponsoren noch viel mehr tun - dann können wir die Ziele angehen.


Info:

Torhüter Patrick Weigl wechselt zum SV Göppingen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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