Serie Sport im Blick In über 100 Jahren zum dritten Mal in der Bezirksliga

Dennis Uhland (links) möchte in der Bezirksliga mit dem TSV Steinhilben mit Kampf und Einsatz die nötigen Punkte holen.
Dennis Uhland (links) möchte in der Bezirksliga mit dem TSV Steinhilben mit Kampf und Einsatz die nötigen Punkte holen. © Foto: Albert Pukall
Steinhilben / Von Albert Pukall 01.08.2018

In seiner langen Geschichte, die über 100 Jahre währt,  ist es dem TSV Steinhilben gelungen, diese Saison als Meister der Kreisliga A1 Alb in die Bezirksliga aufzusteigen. Dies ist erst das dritte Mal in der Vereinsgeschichte, dass dies einer Mannschaft aus Steinhilben geglückt ist.

Klaren Plan verfolgt

Was für viele Fußballkenner der Region eher als Überraschung galt, hatte einen klaren Plan. Vor der Saison wurde mit Trainer Heinrich David ein sehr erfahrener Trainer, der unter anderem mit dem TSV Gammertingen von der B-Liga bis in die Bezirksliga aufstieg, verpflichtet. Seit elf Jahren ist Heinrich David nunmehr als Trainer unterwegs und schaffte in dieser Zeit fünf Aufstiege und einmal den Gewinn des Bezirkspokals. Und als Trainer weiß Heinrich David von was er redet, schließlich kann er selbst auf eine langjährige und erfolgreiche Karriere als aktiver Spieler in der Landesliga beim TSV Trochtelfingen und beim FC Burladingen blicken.

„Vor der Saison ist der Trainer mit der klaren Vorgabe angetreten, dass mindestens eine Mannschaft des TSV den Aufstieg schaffen muss“, so der spielende Abteilungsleiter Nico Wittner. Und tatsächlich stehen in der neuen Saison 2018/19 sogar beide Teams eine Liga weiter oben. Der TSV Steinhilben II schaffte den Sprung in die B-Liga wegen der Ligareform, in der es ganz einfach keine C-Ligen mehr gibt, der TSV Steinhilben I auf die sportliche Art und Weise.

Offensiv eine Macht

Und diese hatte es in sich: Der TSV blieb bis zum zehnten Spieltag ungeschlagen, hatte jedoch noch nicht den ganzen Vorsprung herausgespielt. Dennoch war schon da sehr auffällig, dass der TSV enorme Qualität in der Offensive hatte, da die Torausbeute sehr hoch war. „Trotz der vielen Tore ist unsere Stärke die klare Ausgeglichenheit im Team“, so Nico Wittner: „Wir sind von vielen Positionen torgefährlich.“ Dies belegt auch die Tatsache, dass Semih Özdemir mir 15 Treffern der erfolgreichste TSV-Torschütze war.

Trotz der vielen Erfolge wollte im Steinhilber Lager niemand so richtig an den Aufstieg glauben. „Erst Mitte der Rückrunde war uns allen klar, wir können das Ding schaffen und Geschichte schreiben“, so Nico Wittner.

Die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fach brachte der TSV Steinhiben dann am drittletzten Spieltag in der Partie beim WSV Mehrstetten, just gegen jenes Team, wo es in der Hinrunde die einzige Saisonniederlage setzte.

Neben dem großen, ausgeglichenen Kader hat der TSV Steinhilben einen extrem auffälligen Spieler in seinen Reihen. Simon Roggenstein, der beim VfL Pfullingen auch schon in der Verbandsliga spielte, sorgt für die notwendige Stabilität im Steinhilber Mittelfeld. „Simon ist für unsere junge Mannschaft enorm wichtig mit seiner Erfahrung“, so Nico Wittner.

Optimismus ist angesagt

Für die neue Saison geht der TSV Steinhilben sehr optimistisch an den Start. „Natürlich wissen wir, wie schwer die Bezirksliga für uns ist, wir werden uns aber in keinster Weise kampflos ergeben, sondern schauen von Spiel zu Spiel“, so Nico Wittner. Auch Trainer Heinrich David will es wieder wissen. „Wir haben die Zügel im Training noch mehr angezogen und viel im Kraft- und Ausdauerbereich gemacht. Doch auch im spielerischen und taktischen Bereich haben wir noch einiges verfeinert“, so Nico Wittner.

„Wir freuen uns brutal“

Bis auf Routinier Alexander Zeiler und Christoph Schmid, der in Notfällen einspringen würde, bleibt der bisherige Kader komplett zusammen. Mit Markus Scherer und Maximilian Maier (beide VfL Pfullingen II), Sebastian Kaufmann (FC Engstingen) und dem vom SV Degerschlacht zurückgekehrten Krunoslav Didovic hat der TSV vier externe Neuzugänge zu vermelden. „Sowohl quantitativ, wie auch qualitativ, werden wir dadurch noch besser“, so Nico Wittner, der sich wie der gesamte TSV Steinhilben „brutal auf die Bezirksliga freut“. Zum Saisonauftakt am 19. August hat der Aufsteiger mit dem Derby-Heimspiel gegen den TSV Genkingen auf jeden Fall gleich einen mehr als attraktiven Gegner zu Gast.

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