Fußball Bezirksliga Heißer Tanz für Top-Team SSC

Tim Randecker und der TSV Dettingen sind derzeit gut in Schuss. Sie wollen dem favorisierten SSC Tübingen Paroli bieten.
Tim Randecker und der TSV Dettingen sind derzeit gut in Schuss. Sie wollen dem favorisierten SSC Tübingen Paroli bieten. © Foto: Foto: Eibner
Region / Jock 13.04.2018

Am Sonntag kommt es in der Fußball-Bezirksliga Alb zum absoluten Topspiel TSV Dettingen/Erms gegen den SSC Tübingen. Die Dettinger sind aktuell die „Mannschaft der Stunde“ und kletterten auf Platz sechs.
  Es ist schon bemerkenswert, was über den Winter mit den Ermstalkickern passierte. Das Team um Trainer Erol Türkoglu überwinterte in der Tabelle in den untersten Regionen und sah sich mitten im Abstiegskampf. „In der Hinrunde waren wir besonders durch zahlreiche Verletzungen geplagt, sodass wir kaum einen leistungsfähigen Kader aufbieten konnten“, äußerte Türkoglu. Der 46-Jährige, welcher trotz des Erfolges den TSV Dettingen zum Saisonende verlassen wird (wir berichteten) forderte, als sich die Personalsituation im Kader etwas lichtete, eine Siegesserie von seinem Team. Genau so ein Lauf stellte sich ein. Die Blau-Weißen lieferten acht ungeschlagene Partien in Folge und sicherten damit 22 Punkte.

Auch gegen die Übermannschaft des SSC aus der Uni-Stadt soll diese Serie fortgesetzt werden. In der Mannschaft von Trainer Jonathan Annel steckt gehöriges Potenzial. Der Kapitän und 18-fache Torschütze Markos Chatziliadis war bereits in seinem Heimatland in Griechenland als Profi in der dortigen ersten und zweiten Liga unterwegs. Rovinson Beka, der am Sonntag in Dettingen erst sein drittes Spiel für die Tübinger bestreitet, hat sich ebenso als Profi im eigenen Land versucht. Dimitrios Katsaras kickte in Griechenland in der dritten und vierten Liga. Auf solche Hochkaräter und noch weitere Akteure wie Abwehrchef Fedor Luib kann Trainer Annel zurückgreifen. Dem A-Lizenzinhaber steht fast bei jeder Trainingseinheit eine homogene Truppe von 16 bis 20 Spielern zur Verfügung. „Wir haben großen Respekt vor den Dettingern. Sie haben sich über den Winter gut verstärkt und wir wissen, dass sie gerade einen wahnsinnig guten Lauf haben. Dennoch reisen wir ins Ermstal um dort drei Punkte mitzunehmen“, so Annel. Im Hinspiel gewann seine Mannschaft nach den Toren von Katsaras und Chatziliadis mit 2:0. „Die Dettinger spielen sehr kompakt verteidigen extrem gut. Mal sehen, wie Erol Türkoglu gegen uns spielen lässt. Er ist ständig für eine Überraschung gut“, sagt der Taktikfuchs über seinen Trainerkollegen. Mit nur jeweils 23 Gegentoren in 20 Partien stellen beide Mannschaften die besten Defensivreihen der Liga. Der TSV Wittlingen, welcher am vergangenen Mittwoch beim 2:2-Unentschieden gegen den SV Croatia Reutlingen eine starke Partie ablieferte, gastiert am Sonntag beim TB Kirchentellinsfurt. Dabei kommt es zum Duell der unmittelbaren Tabellennachbarn. Wittlingen, bei denen Trainer Nico Gotthardt nach dem Spiel gegen den abstiegsbedrohten FC Engstingen seinen Rücktritt erklärte,  möchte nach dem Remis den positiven Trend von drei ungeschlagenen Partien weiter fortsetzen. Die Mannschaft wird auch gegen den lange auf einem Abstiegsplatz stehenden TBK vom Trainerduo Fadil Aliu und Jens Gern interimsweise betreut.

Federn gelassen

Die auf Platz zwei rangierende TuS Metzingen ließ in den zwei zurückliegenden Spielen ohne Sieg ein wenig Federn.  Am vergangenen Mittwoch lag man zwar nach zehn Spielminuten durch das Tor von Marc Golinski in Führung, doch konnte man erneut die wichtigen drei Punkte am Ende nicht einheimsen.  Beim Tabellenfünfzehnten TSV Altingen soll wieder ein Dreier eingefahren werden. Das Team um Trainer Necmettin Inan ist beim Tabellenfünfzehnten klarer Favorit.

Für einen Paukenschlag sorgte die Mannschaft des SV Zainingen am vergangenen Wochenende. Mit  einem 3:1-Erfolg setzte man sich bei der aufstiegsambitionierten TuS Metzingen durch. „Da zeigten wir unser wahres Gesicht“, sagte Trainer Ralf Luik nach dem Spiel.

Am Sonntag wartet mit dem TV Derendingen ebenso ein ganz schwerer Brocken auf die Älbler. Der Tabellensiebte ist seit fünf Spielen ungeschlagen. Darunter zwei Unentschieden gegen Spitzenreiter Tübingen und der aufstrebenden Mannschaft des TSV Dettingen.

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