Fußball Glems spielt 70 Minuten in Unterzahl und holt einen Punkt

Für Alessandro Amendola (blau) ging es gegen seinen Ex-Verein SSV Reutlingen. Am Ende teilten sich beide Teams die Punkte.
Für Alessandro Amendola (blau) ging es gegen seinen Ex-Verein SSV Reutlingen. Am Ende teilten sich beide Teams die Punkte. © Foto: Eibner
Region / Paul Stingel 27.08.2018

TSV Betzingen gegen

TSV Kusterdingen 5:2

„Wir haben 60 Minuten ein wirklich gutes Spiel gemacht, hätten zur Halbzeit sogar mit zwei Toren führen müssen“, bilanzierte Kusterdingens Spieler Tobias Rösch. Aber was war geschehen, dass die Elf von Benjamin Link 2:5 baden ging? Die Kusterdinger gingen durch Torjäger Johannes Katzmaier mit 1:0 in Führung, was auch den Halbzeitstand bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel wurde es kurios: Erst stieg Ensa Conteh nach einer Ecke am höchsten und nickte zum Ausgleich ein (48.). Kurze Zeit später war es wieder Katzmaier, der nach einem Handelfmeter für die erneute Führung seiner Farben sorgte (54.). In der Schlussviertelstunde kamen die Betzinger besser ins Spiel und bekamen einen durchaus strittigen Foulelfmeter zugesprochen, den Kevin Jarosik verwandelte (74.). „Das Foul war vor dem Strafraum. Sogar die Betzinger bestätigten dies dem Schiedsrichter“, so Rösch. Es blieb aber trotzdem beim Strafstoß. Nun waren die Betzinger am Drücker und belohnten sich kurz vor Schluss durch Dirican (82.), Bornemann (83.) und Spielertrainer Tunjic (85.).

TSV Betzingen: Libbecio, Schwend (46. Bornemann), Wiesner, Berger (70. Schenk), Yildiz, Libeccio, Jarosik, Conteh, Samil Dirican, Weber (47. Waurick), Tunjic.

TSV Kusterdingen: Fromm, Boll, Oesterle, Ott, Finkbeiner, Otto, Al Hasan, Braun, Katzmaier, Rösch, Bahnmüller.

SSV Rübgarten gegen

TSV Sondelfingen 0:3

In einer über weiten Strecken ausgeglichenen Partie gewann der TSV Sondelfingen letztlich deutlich mit 3:0. Aus dem Spiel heraus klappte bei beiden Mannschaften wenig, bezeichnend dafür erzielte der Gast das 0:1 nach einem Standard quasi mit dem Halbzeitpfiff durch den Neuzugang von der TSG Young Boys Reutlingen Volkan Salici (45.).

In der 72. Minute erzielte Sondelfingens Urgestein Kevin Geiger das 2:0 erneut durch einen Standard. Kurz vor Schluss erhöhte noch Flakron Halilaj für die Gäste zum 0:3 Endstand.

SSV Rübgarten: Imhof, Bauer, Hauch, Armbruster, Kuhn (79. Schäfer), Albien, Alkan, Haug (61. Werner), Greineck, Grosz, Vetter (79. Häfner).

TSV Sondelfingen: Szulc, Geiger, Salici, Hummel, Gence, Rohloff (82. Fuchs), Zipperle, Fritz, Özkan (46. Halilaj), Tavakol, Burghardt (57. Preniqi).

TSV Glems gegen

SSV Reutlingen II 1:1

Schon in der 25. Spielminute musste Yero Fall mit Rot wegen einer Beleidigung vom Platz. Für die Gästeführung sorgte Selcuk Alici per Sonntagsschuss (35.). Kurz vor der Halbzeit glich Dzemal Morankic auf Seiten der Glemser aus: Der ehemalige Spieler des SV Nehren schnappte sich das Spielgerät und hämmerte den Ball per direktem Freistoß ins Tor (41.).

In Unterzahl spielten die Glemser in der zweiten Hälfte sehr abwartend. Von der Oberliga-Reserve kam wenig. Amendola und Stiefel scheiterten aus aussichtsreicher Position. Die größte Möglichkeit hatte Amendola in der Nachspielzeit, der aus fünf Metern an SSV-Schlussmann Ernst nicht vorbeikam.

„Wir haben uns natürlich deutlich mehr erhofft. Der frühe Platzverweis spielte uns nicht in die Karten. Trotzdem haben wir wenig zugelassen und ordentlich verteidigt“, sagt Glems‘ Torschütze Dzemal Morankic.

TSV Glems: Hildinger, Vogel, Reiff, Saupp, Schuster, Franz, Brückner, Fall, Amendola, Tasimder, Morankic.

SSV Reutlingen II: Ernst, Stambulzhi, Opp, Grießer, Alici, Zajonz, Seiz, Androsch, Ayvaz, Verdes, Ates.

TSV Pliezhausen gegen

SV Rommelsbach 3:2

Die ersten Spielminuten waren ruhig, wobei der TSV Pliezhausen den Führungstreffer verpasste. Doch dies änderte sich: Der Underdog aus Rommelsbach ging durch Felix Brüstle nicht unverdient in Führung, ehe Kevin Borek nur drei Zeigerumdrehungen später per Elfmeter den Ausgleich markierte. Christoph Bäuerle wurde dabei im Strafraum regelwidrig gefoult. Kurz vor der Halbzeit dann noch die kalte Dusche für die Gäste aus Rommelsbach, als erneut Borek für die Führung sorgte (44.).

Nach dem Wechsel waren die Pliezhäuser durchgehend spielbestimmend und Borek setzte – erneut per Elfmeter – noch einen drauf (61.). Kurz vor Schluss erzielte Christoph Koller den Anschlusstreffer (89.). „Der Sieg geht in Ordnung. Wir haben am Anfang den Führungstreffer verpasst und machten uns teilweise das Leben selbst schwer. In der zweiten Halbzeit hätten wir das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben müssen“, resümierte TSV-Coach Thomas Schwend nach dem Schlusspfiff.

TSV Pliezhausen: Öztürk, Walz, Bauer, Gemmeke (85. Reichert), Borek (83. Dermühl), Schumacher, Weimer, Strenger (68. Hermann), Bäuerle, Armbruster, Günen (46. Retter).

SV Rommelsbach: Sotosek, Pezic, Mete, Brüstle (58. Seidl), Brüstle, Fleiner, Kämpf (71. Kestel), Neumann, Münz (64. Atmaca), Plicka, Eskütt (51. Koller).

SV Walddorf gegen

TSV Riederich 1:4

Fehlstart für den SV Walddorf: Das 0:1 erzielte Gönninger (7.) per Kopf nach einem verunglückten Torschuss von Kern. Drei Spielminuten später erhöhte Hirning auf 2:0 für die Gäste. Danach wachte der SV Walddorf auf und kam immer besser ins Spiel: Burkhardt (38.) verkürzte folgerichtig mit einer schönen Direktabnahme aus 20 Metern auf 1:2. In der Folgezeit hatte Mehmeti die große Chance zum 2:2 auszugleichen – verzog aber. Im Gegenzug traf Karakus (43.) mit einem Sonntagsschuss aus 35 Metern zum 1:3-Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang verflachte die Partie und es wurde ruppiger. Petruv hatte die größte Möglichkeit für die Hausherren. Im Gegenzug traf Zink (76.) zum 1:4-Endstand.

„Die Gäste waren, wie in der letzten Saison, in den entscheidenden Situationen eiskalt und somit war heute für den SV Walddorf wieder nichts Zählbares zu holen“, resümierte Walddorfs Spielleiter Oliver Beck.

SV Walddorf: Martins da Costa, Mehmeti, Mydlak, Jüttner, Schraitle, Rudat (60. Totskas), Burkhardt, Morlock, Becker, Petruv, Kießling (74. Bux).

TSV Riederich: Schwittkowski, Karakus, Karamann, Wurster, Aliu (76. Kastrati), Tatarnikov, Kern (60. Tüzün), Dengler (67. Dilek), Hirning, Gönninger, Zink.

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