Pfullingen / tisc  Uhr

Den 3:1-Erfolg mussten sich die Schützlinge von Michael Konietzny hart erarbeiten, war unter dem Strich dank eines deutlichen Chancenplusses aber auch durchaus verdient.

Bereits in der vierten Minute war Lukas Linder nach mustergültiger Vorarbeit von Matthias Dünkel erfolgreich. Doch die Gäste zeigten sich wenig geschockt. Nur drei Zeigerumdrehungen später kam Tim Schlichting nach einem Freistoß völlig alleine gelassen zum Kopfball, den er aber über das Gehäuse setze. Auch in der Folgezeit standen die Gäste sehr hoch und die Pfullinger mussten sich auf die Absicherung des knappen 1:0 konzentrieren.

Doch gelangen ihnen immer wieder gefährliche Vorstöße. So scheiterten Dominik Früh und Daniel Kühnbach-Azevedo mit Distanzschüssen nur knapp. Gegen Ende des ersten Durchgangs verpasste Dünkel nach zwei schnell vorgetragenen Kontern den Ausbau des Vorsprungs.

Im zweiten Durchgang dominierte der VfL deutlich das Geschehen auf dem Kunstrasen. Nach einer Stunde scheiterte Matthias Dünkel aus spitzem Winkel am Pfosten, wenige Minuten später stand dann Daniel Künhbach-Azevedo im Mittelpunkt. Nach einem Foul an Dominik Früh rutschte der Neuzugang bei der Strafstoßausführung aus, den dadurch schwachen Schuss konnte TSV-Schlussmann Maik Riesch mit dem Fuß parieren.

Doch lange musste er sich nicht über die Fahrkarte ärgern. Die anschließende Ecke wurde zwar zunächst abgewehrt, Marc Tiryaki-Zeeb brachte den Ball allerdings sofort wieder vors Tor, wo er in Linder einen dankbaren Abnehmer fand – 2:0 (68.). Es war saisonübergreifend der fünfte Punktspieltreffer in Folge für den 21-Jährigen. Nach dieser Vorentscheidung blieben die Hausherren weiter am Drücker und belohnten sich mit dem schönsten Treffer des Nachmittags. Der eingewechselte Patrick Lehmann lupfte den Ball in den Strafraum, Kühnbach-Azevedo legte quer und Dominik Früh machte das, was ein Goaletter zu tun hat. Doch ohne Gegentor sollte der VfL nicht davonkommen. Nach einer Ecke war Murat Öztürk zur Stelle und nutzte per Kopf die ihm zugestandene Freiheit zum 3:1-Endstand. Zum Ärger des Pfullinger Trainers „Dieses Gegentor hätte wirklich nicht mehr sein müssen.“ Auch monierte er, dass sein Team zu viele Chancen ausgelassen habe, um frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Aber unter dem Strich war auch er mit der Darbietung seiner Jungs zum Ligastart zufrieden.

So spielten sie

VfL Pfullingen: Becker – Seiz, Wagner, Schlecht, Schall (65. Lehmann), Dünkel (85. Matus), Linder (72. Früh), Tiryaki-Zeeb, Yilmaz, Kühnbach-Azevedo (85. Häußler), Früh.

TSV Heimerdingen: Riesch – Pellegrino (65. Husein), Schäffler, Schlichting, Ancona, Bitzer, Ancona, Dos Santos Coelho (78. Stampete), Riffert (78. Öztürk), Widmaier, Öztürk.

Tore: 1:0 Linder (3.), 2:0 Linder (68.), 3:0 Früh (82.), 3:1 Öztürk (88.).