Nach nur einem Jahr Abstinenz sind die Fußballer des VfL Pfullingen wieder im württembergischen  Oberhaus, der Verbandsliga, angekommen. Dafür mussten sich die Schützlinge von VfL-Cheftrainer Michael Konietzny in der abgelaufenen Landesliga-Saison allerdings auch mächtig strecken. Mit 71 Punkten wurde die Meisterschaft erst am allerletzten Spieltag mit einem 3:1-Erfolg in Zimmern eingetütet und die Sportvereinigung Böblingen auf Tabellenplatz zwei (70 Punkte) verwiesen.

Die Zielsetzung für die kommende Runde ist dabei schon im Vorfeld klar formuliert. „Wir wollen natürlich die Klasse halten“, gibt Pfullingens Kommandogeber Michael Konietzny kurz und knapp zu Protokoll und verweist darauf, dass mit einer ähnlichen Platzierung wie 2017, als man das erste Verbandsliga-Jahr der Geschichte als Tabellenvierter abschloss, nicht zu rechnen ist und dies eine absolute Ausnahme war. Unterstützung erhält der Pfullinger Kommandogeber an der Außenlinie von Rasmus Joost, der künftig als Co-Trainer fungieren wird und Yasin Yilmaz beerbt, der sich nochmals voll auf seine Rolle als Spieler konzentrieren möchte.

Bis zu neun Absteiger

Bis zum Sommer 2018 trainierte Joost fünfeinhalb Jahre lang den SV Pfrondorf, wo er sich mit dem Meistertitel der A-Liga verabschiedete. Der 36-jährige Lehrer für Sport, Chemie und Gemeinschaftskunde am Reutlinger Johannes-Kepler-Gymnasium nutzte nun die einjährige Pause unter anderem für den Erwerb der A-Lizenz. Aber auch im Spielerkader gab es im Sommer einen kleinen Umbruch. So haben Florian Hekele (TSV Oberensingen), Kevin Schneider (FC 07 Albstadt) und Tobias Hauser (SV Rommelsbach) den Landesligameister verlassen. Dominik Biber legt eine Pause ein und Florian Gekeler wechselt in die Sportliche Leitung. Auf der Seite der Neuzugänge stehen mit Felix Häußler und Sven Packert zwei vielversprechende Talente aus der eigenen Jugend und U23. Valon Dodaj (1. CfR Pforzheim U19), Stefan Matus (SV Auingen), Daniel Kühnbach Azevedo (Young Boys Reutlingen) und Andrej Schlecht (TSV Ofterdingen) komplettieren den Pfullinger Kader und verjüngen diesen auf ein Durchschnittsalter von 22,27 Jahren (Vorjahr: 23,46).

„Es wird natürlich von Beginn an ein Kampf um den Klassenverbleib. Trotz der Umstände, dass im vergangenen Spieljahr vier Aufsteiger gleich wieder runter mussten und es einen verschärften Abstieg gibt (der im Extremfall sogar neun direkte Absteiger aus der Verbandsliga vorsieht), nehmen wir die Herausforderung gerne an. Durch die relativ geringe Fluktuation im Kader haben viele unserer Akteure schon Erfahrungen in Württembergs Oberhaus sammeln können“, freut sich der Abteilungsleiter des VfL Pfullingen für den Bereich Kommunikation Timo Schyska auf das nächste Abenteuer in der Verbandsliga.