Vier Mal trat der VfL Pfullingen in der Verbandsligasaison 2020/2021 an. Vier Mal führten die Jungs von Michael Konietzny und Rasmus Joost mit 1:0. Immerhin zwei Mal reichte der Vorsprung am Ende zum Sieg. Zuletzt am vergangenen Samstag beim 2:1-Heimsieg gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen.

Trainer Konietzny fehlt noch die konsequente Umsetzung der Spielideen

Das Trainerduo musste angesichts einer Reihe von Ausfällen im Abwehrverbund improvisieren. Dies gelang recht gut, auch wenn der VfL gegen Ende der intensiven Partie um den Dreier zittern musste. Mit zwei Siegen, einem Remis und lediglich einer Niederlage können die Pfullinger Verantwortlichen von einem ordentlichen Saisonauftakt sprechen. Konietzny: „Punktemäßig kann man nicht meckern, das ist das Wichtigste. Einsatz, Wille und Zweikampfverhalten sind ganz in Ordnung. Allerdings fehlt mir noch die sichtbare Umsetzung unserer Spielidee.“

Mehr Defensiv-Alternativen für den VfL

Personell sieht es wieder deutlich besser aus, zumindest im Problemfeld Defensive. Kapitän Andreas Maier hat die Sperre nach seiner Ampelkarte in Berg abgesessen, auch Nyamekye Awortwie-Grant meldet sich nach seiner Kopfblessur aus demselben Spiel genesen zurück. Max Höcketstaller hat sich hingegen in den Urlaub verabschiedet. Der zuletzt so starke Matthias Dünkel hat sich einen Zeh gebrochen und wird wohl ebenfalls ausfallen.

Berufung gegen die Packert-Sperre eingelegt

Gegen die Fünf-Spiele-Sperre für Sven Packert aus dem Spiel gegen die TSG Tübingen hat der VfL Berufung eingelegt. „Wir können in Essingen zwar befreit aufspielen. Das ist jedoch kein Alibi für die Mannschaft, nicht ans Limit zu gehen“, mahnt Pfullingens Cheftrainer seine Jungs. „Wenn wir die Chance haben etwas mitzunehmen, müssen wir diese auch nutzen.“

Erste Pleite für den Aufstiegsanwärter Essingen

Nach der etwas überraschenden 1:2-Niederlage beim kecken Aufsteiger FC Holzhausen ist der TSV Essingen die am dritten Spieltag erlangte Spitzenposition wieder los. Es war nach drei Siegen und 7:0 Toren die erste Pleite für den Aufstiegsanwärter. Trainer Beniamino Molinari macht seinem Team indes keinen Vorwurf. „Die Jungs wollten, aber sie konnten nicht mehr. Sie waren nicht spritzig, müde vom Kopf her. Wir müssen die Köpfe definitiv nicht hängen lassen“, spielte der Übungsleiter auf die Belastung durch Liga- und Pokalspiele in den vergangenen Wochen an. Besonders ärgerlich: In der Nachspielzeit sah TSV-Abwehrmann Yamoussa Camara eine umstrittene Ampelkarte und wird gegen den VfL fehlen.

Essingen will sich in der Spitzengruppe etablieren

Wir wollen unser Heimspiel gegen Pfullingen wieder erfolgreich gestalten und uns in der Spitzengruppe etablieren“, gibt Joachim Kiep, Essingens Abteilungsleiter Spielbetrieb, als Ziel für den Samstag an.  Er fügt aber an: „Keine leichte Aufgabe, auch der VfL ist mit sieben Punkten gut gestartet und wird uns nichts schenken.