Fußball-Oberligist SSV Reutlingen holte beim TSV Ilshofen zwar einen verdienten Punkt, es war aber mehr drin. Denn nach der Pause  zeigte der Kreuzeicheklub ein gutes Spiel im württembergischen Teil Frankens zwischen Schwäbisch Hall und Crailsheim.

SSV-Trainer  Maik Schütt hatte für Eiberger, Maier  und Schmitt mit Zukic, Heim und  Schramm drei Neue gebracht.

Der rot-weiße Gastgeber, heimisch auf der Hochfläche der Hohenloher Ebene, hatte aber zwei klare Chancen, als Dominik Pfeifer zwei Mal nach Pässen von rechts (durch Dominik Rummler) frei zum Schuss kam, aber aus je elf Metern den Ball nicht ins  Tor setzte (16. und 28.).

Vor der Pause musste der ansonsten fast arbeitslose Gästekeeper Xaver Pendinger einen Kopfball von Ilshofens Timo Brenner auf der Sportanlage an der Aspacher Straße entschärfen.

Der Kreuzeicheklub, der ein Dutzend Mal ins Abseits lief, hatte eine gute Chance, als Raphael Schneider (14.) von rechts frei Richtung Tor eilte, dann aber die falsche Entscheidung  mit seinem Torschuss traf (TSV-Torwart Karel Nowak hielt mühelos), denn im Rückraum standen zwei Reutlinger. Ein Abspiel wäre notwendig gewesen.

Die Achalmstädter hatten Ballverluste, spielten umständlich. Trainer Schütt sah nicht die Vorgehensweise mit schnellem Umschaltspiel, die er vorgab. Es dauerte alles zu lange.

Doch nach der Pause zeigte der SSV ein anderes Gesicht, war klar überlegen und hatte viel Ballbesitz. Vor allem  Elfadli eroberte sich immer wieder das runde Streitobjekt.

Maik Schütt kritisierte freilich, er habe zu viele Ballkontakte gehabt und hätte schneller abspielen müssen. Dennoch ließen die Gäste auch zwei, drei Konter zu, die der TSV Ilshofen schlecht abschloss.

Die Reutlinger, die daheim mit einem Remis gegen den SV Oberachern gestartet waren, kombinierten schön bis zum Strafraum, dort fehlte der Finalpass in die Tiefe. Deshalb hatte es Ilshofen relativ leicht. Der SSV war bissiger und aggressiver, die Bereitschaft war vorhanden, der Einsatz stimmte.

Man hatte das Spiel im Griff, lief viele Angriffe (Sauerborn, Kuengienda), aber der klare Pass fehlte. Ein Ilshofener warf sich immer wieder am Strafraum dazwischen. In der 46. Minute lupfte Youngster Felix Heim den Ball über Torwart Karel Nowak, aber Baba Mbodji rettete vor der Linie. Reisig und Kuengienda waren mitgelaufen.

In der 53. Minute konnte Nowak einen Freistoß von Armin Zukic zur Ecke lenken (10:4 Ecken für den SSV), ehe der Schuss von Daniel Elfadli abgeblockt wurde. Der SSV spielte über die Flügel, war läuferisch stark, aber das Zwingende fehlte.

Man kam sogar in Überzahl in die TSV- Hälfte, dort verpufften die Angriffe. So war die schwache Chancenverwertung das große Manko. In der 85. Minute hatte Marvin Methner den Matchball auf dem Fuss, aber Maximilian Eiselt stand auf der Linie und beförderte den Ball weg. Es blieb torlos.

Trainer Maik Schütt kommentierte: „Mit der Leistung der ersten Halbzeit war ich unzufrieden, wir haben die Vorgaben nicht umgesetzt. Das genaue Paßspiel fehlte. Nach der Pause hatten wir die Chancen, müssen ein Tor machen, der TSV Ilshofen rettete zwei Mal auf der Linie. Es ist unfassbar wie oft wir ins Abseits liefen. Sauerborn war eine Bereicherung. So kamen wir oft an den Strafraum, aber der Finalpass war ungenau. Wir mussten auch auf die Gegenstöße achten.“

So spielten sie


TSV Ilshofen -
SSV Reutlingen Fußball

0:0

TSV Ilshofen: Nowak – Brenner, Mbodji, Eiselt, Rummler – Bergheim (65. Lindner), Schellhorn (80. Kurz), Feil (60. Wilske), Lienert – Pfeifer, Lausemeyer (65. Sangar).
SSV Reutlingen: Pendinger – Schramm, Reisig, Jäger, Schiffel – Elfadli, Wöhrle, Zukic – Schneider (76. Methner), Heim (65. Sauerborn), Kuengienda.
Gelbe Karten: Lienert, Jäger, Elfadli.
Schiedsrichter:
Dennis Bauer (Erdmannhausen).
Zuschauer: 450.