Nach fünf Wochen und vier Auswärtsspielen (mit Pokal) empfängt der SSV Reutlingen die Neckarsulmer Sportunion, die zuletzt 4:0 gegen den FC Rielasingen siegte. Die Kicker von der Kreuzeiche möchten und brauchen den  Dreier, sie haben ja seit 275 Minuten kein Tor geschossen. Die drei Niederlagen waren bitter, denn es gab dabei 0:9 Tore. Das zu ändern liegt Felix Heim besonders am Herzen, der am Samstag 18 Jahre alt wird.

Ein harter Weg

Eberhard Spohn, sportlicher Leiter, ist überzeugt, dass dem SSV, der längerfristig  auf die Jugend und Spieler der Region baut, ein harter Weg bevorsteht. Er hat aber Vertrauen ins Team und den hungrigen Trainer.

NSU-Trainer Marcel Busch möchte den Dreier mitnehmen, denn bisher hat Neckarsulm in Reutlingen in drei Spielen nur einmal gepunktet. Auf der Homepage des Gastes steht, dass der Kader des SSV viel individuelle Klasse habe, dass der dienstälteste Oberliga-Klub  auch die zehnte Saison übersteht und in der elften wieder in der Oberliga spiele. Der Kader sei voll konkurrenzfähig, habe viel Qualität.

Neckarsulm holte Fausel und Öztürk (beide Freiberg), Charrier (Spielberg) und Pander (Walldorf). Der verletzte Kapitän Pierre Eiberger meint: „Ich  beginne mit Einzeltraining, möchte bald einsteigen, so in drei bis vier Wochen. Es fehlt  die Mentalität, wir haben zu wenig Führungsspieler – der  Schiffel kann das. Ich möchte doch nicht da hinten rumgurken, denn wir befinden uns im Abstiegskampf, das muss jedem klar sein. Wir müssen schnell da unten rauskommen, mit viel Willen und Einsatz. Das ganze ist eine Katastrophe, jeder ist sich der Lage bewusst. Jetzt heißt es punkten – egal gegen wen.“ Trainer Maik Schütt hat am vergangene Sonntag alles aufgearbeitet: „Wir haben alles angesprochen, aber wenn die Basics nicht vorhanden sind, ist es schwer zu punkten.  Das war zuletzt enttäuschend, die Szene E fragte, warum wir nicht kämpfen, das tat schon weh. Wir setzten Schwerpunkte, das Team hat es nicht umgesetzt, wir haben in der Pause in Linx alles versucht – es tat sich nichts. Nur Schiffel versuchte es im Eins gegen Eins, aber die Spieler mit Ball waren die ärmste Sau, denn alle liefen weg, statt sich anzubieten.“

Team aufrichten

Der SSV-Coach weiter: „Ich musste das Team aufrichten,  draufschlagen bringt nichts. Die Jungs zeigten sich einsichtig – so geht es nicht.“ Onesi Kuengienda (Knöchel) kann spielen, aber es fehlen zwei: Nils Staiger (berufliche Weiterbildung) und Andreas Maier (für Uhlsport in Manchester). Schütt  will, dass jeder bis zum Umfallen kämpft, alles raushaut.

Endlich ein Dreier

Noch einmal der Trainer: „Wir haben ein Heimspiel, sind zu Hause ungeschlagen. Endlich ein Dreier, das wäre schön und wichtig. Das ganze nervt schon, aber die Mentalität  muss und wird stimmen. Dazu hoffe ich, dass unsere tollen Fans gerade jetzt uns unterstützen. Wir müssen gemeinsam da rauskommen.“

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