Man kassierte wieder, so SSV-Trainer Maik Schütt, zu viele Gegentore. Die Abwehr muss stabiler werden – sie hatte am Samstag viele Lücken. Lukas Hartmann fehlte (Urlaub) sodass Nuraj und Hofmann im Zentrum spielten. Jäger  bildete mit Eiberger die Sechs. Schwaiger, Schiffel, Wöhrle und Sessa fehlen auch am Samstag, genau wie der gesperrte Kuengienda  (Platzverweis in Oberachern).

TSG Tübingen legt vor

Die TSG begann stürmisch, legte ein 2:0 vor: Tammo Heinzler lochte aus elf Metern ein (12.) und Christoph Holllnberger erhöhte (25.) aus dem Getümmel heraus. Dann wachte der SSV auf: Daniel Elfadli verkürzte mit Flachschuss (30.) auf 2:1. Sonst gab es Abstimmungsprobleme, das  Umschaltspiel und das Spiel gegen den Ball waren ungenügend.

SSV nach der Pause verbessert

Nach der Pause zeigte sich der SSV verbessert, erzielte drei Tore: Janick Schramm (60.), Armin Zukic traf zum 2:3 (64.), Raphael Schneider (70.) markierte das 2:4, ehe die TSG durch einen Elfmeter von Lars Lack zum 3:4 kam (80.). In der Schlussphase tauchte Lukas Falterbaum zweimal frei vor Enrico Piu auf, der glänzend reagierte. Der SSV hatte Chancen – auch hier gab es Defizite. Maik Schütt kommentierte: „Das ist einfach zu wenig, der Wechsel von Reisig war ein Schlag ins Gesicht, das ist eine ganz schwere Aufgabe, die Liga zu halten. Wir hatten wieder viel zu viele Abspielfehler im Spiel, machten es dem Gegner leicht, zu einfachen Toren zu kommen – so geht es in Villingen nicht. Wir müssen Geduld haben, anders auftreten, Abspielfehler vermeiden, mehr Biss und Leidenschaft zeigen. Das ganze ist auch Kopfsache. Es ist viel zu tun, da reicht eine Woche nicht.“ Schütt muss fast zaubern, probierte einiges, aber  die Personallage bleibt angespannt.

SSV Reutlingen: Piu – Lübke, Hofmann (36. Zukic), Nuraj, Staiger (73. Methner), Eiberger, Jäger, Küley (60. Schneider), Elfadli, Schramm (60. Kuengienda), Sauerborn (74. Ganaus) woga