● Mit einem Stufenplan schlagen Bund und Länder einen neuen Weg im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein.
● Der Lockdown wurde indes bis zum 28. März verlängert.
●Bei einer Inzidenz unter 100 ist ab dem 22. März Amateurfußball (Kontaktsport im Freien) wieder erlaubt.

Reutlingen

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwochabend, den 3.03.21, haben Bund und Länder einen Weg zu Lockerungen in der Corona-Pandemie beschlossen. "Deutschland steht nun an der Schwelle zu einer neuen Phase der Pandemie, in die wir nicht mit Sorglosigkeit, aber doch mit berechtigten Hoffnungen hineingehen können", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Amateurfußball ab dem 22. März?

Das betrifft auch den Sport und somit auch den Amateurfußball. Im Klartext: Bei einer Inzidenz unter 100 ist ab dem 22. März Amateurfußball (Kontaktsport im Freien) wieder erlaubt, zumindest wäre ein reguläres Training deutschlandweit möglich. Allerdings ist dafür eine Testung nötig, wie auch immer das in der Praxis gehandhabt werden soll. Ab dem 5. April, in Öffnungsstufe fünf, wären dann auch die Tests nicht mehr erforderlich - wenn die Inzidenz unter 100 bleibt. Es gibt also ein Licht am Ende des Tunnels der fußballfreien Zeit.

Reutlingen

Auf folgende Regeln haben sich Bund und Länder geeinigt:

► ab 8. März nach Inzidenz:

unter 50: Außen-Sport mit maximal 10 Personen, kontaktfrei
unter 100: Außen-Sport mit maximal 5 Personen aus 2 Haushalten (bzw. maximal 20 Kinder), kontaktfrei

► ab 22. März nach Inzidenz:

unter 100: Sport mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest (kontaktfrei innen, Kontaktsport außen)

► ab 5. April nach Inzidenz:

unter 50: keine Beschränkungen
unter 100: Sport (kontaktfrei innen mit Test, Kontaktsport außen ohne Test)
Wichtig: Für die Inzidenzwerte gilt, dass es 14 Tage bei diesen Werten bleiben muss.
Die nächsten Entscheidungen werden bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März gefällt. Am Montag hatte der Deutsche Fußball-Bund ein Schreiben an das Kanzleramt und Bundesminister adressiert. Auch der Deutsche Olympische Sportbund hatte sich für Lösungen im Vereinssport eingesetzt. Immer mehr experten fordern Lockerungen insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Dettingen/Glems

Das sagt der Württembergische Fußballverband (WFV):

"Dies sind sehr erfreuliche Entwicklungen für eine schnelle Rückkehr der Kinder in den Trainingsbetrieb. So zeichnet sich ab, dass voraussichtlich ab dem kommenden Montag, den 8. März ein Training für maximal 20 Kinder bis 14 Jahren möglich sein wird. Detaillierte Aussagen zu den Rahmenbedingungen (Übungsformen, Abstandsregeln, Betreungspersonen etc.) sind im Moment noch nicht bekannt. Sobald uns die verabredeten Regelungen im Wortlaut vorliegen und eine neue Fassung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg für den Sport vorliegt, werden wir schnellstmöglich und umfassend informieren.
Bereits vor dem Lockdown haben die Fußballvereine in Baden-Württemberg den Trainings- und Spielbetrieb mit Hygienekonzepten und Dokumentationspflichten erfolgreich umgesetzt. Entsprechende Vorgaben werden weiterhin verpflichtend für das gemeinsame Fußballspielen zu beachten sein. Bereits jetzt appellieren wir an unsere Vereine, sich an die behördlichen Vorgaben zu halten und mit den neu geschaffenen Möglichkeiten nicht leichtfertig umzugehen. Weiterhin wird Geduld gefragt sein und das verantwortliche Verhalten aller Beteiligten wird eine wichtige Maßgabe für weitere Lockerungen sein."