Nach nur acht Wochen auf dem Kommandostand warf Ralf Luik bei Pfullingens U23 schon wieder das Handtuch: „Ich erreiche das Team nicht, ich konnte die Spieler nicht abholen“, erläuterte der Trainer seine Entscheidung.

Einstellung der Spieler bemängelt

Der Ex-Wittlinger Luik (früher Torhüter beim FV Bad Urach) habe sich ob der deutlichen Niederlagen oft hinterfragt und kam schlussendlich zur Überzeugung, dass eine sofortige Trennung wohl das Beste sei. Zudem bemängelte der 49-Jährige die Einstellung des Teams. „Die Spieler haben große Ansprüche, waren aber selten bereit, sich voll einzubringen.“

Luik geht nicht im Groll

Dennoch geht Ralf Luik nicht im Groll. „Ich wünsche der Mannschaft und dem Verein nur das Allerbeste. Schön ist, dass sich alle Beteiligten in die Augen schauen können.“

In Luiks kurzer Amtszeit konnte der Alb-Bezirksligist drei Siege feiern, musste allerdings fünf Niederlagen hinnehmen. Zudem strich der VfL II im Bezirkspokal (3:8 bei der SG Reutlingen) die Segel.

Mario Kienle übernimmt den VfL II

Den freien Posten konnte die sportliche Leitung des VfL schnell besetzen. Ab sofort ist Mario Kienle neuer Trainer des Bezirksligavierzehnten. Der 50-Jährige ist Inhaber der DFB-Elite-Jugend-Lizenz und zeichnete bis zu seinem Rücktritt vor anderthalb Wochen für die U19 der TSG Balingen verantwortlich. Aktivenmannschaften trainierte Kienle in Dettingen/Erms und in Kirchheim.

„Das erste Ziel ist natürlich der Nichtabstieg. Zudem ist mir ein attraktiver Fußball mit den jungen Spielern wichtig“, meint der neue Coach. Mittelfristig stehen das Heranführen der dem Juniorenbereich entwachsenen Spielern an die Herrenmannschaften auf der Agenda.

Volker Schmidt fungiert als Co-Trainer

Neu im VfL-Team ist auch Volker Schmidt, der als Co-Trainer fungieren wird. Schmidt coachte mehrere Pfullingen Juniorenteams und war zuletzt Übungsleiter beim A2-Ligisten TSV Sondelfingen.

Jörg Kluge, sportlicher Leiter beim VfL Pfullingen, zeigt sich zufrieden: „Es ist schön, dass wir so schnell eine gute Lösung gefunden haben. Jetzt ist allerdings vor allem die Mannschaft gefordert.“