Die Fußball-Bezirksliga Alb startet am Wochenende offiziell in die Saison 2019/2020. Man darf gespannt sein, welche Mannschaft den Saisonstart am besten meistern wird. 16 Teams, darunter die hochgehandelten Meisterschaftsanwärter SV Croatia Reutlingen, TSG Young Boys Reutlingen und TSV Ofterdingen, sowie die TuS Metzingen und der TSV Dettingen, kämpfen um die Punkte.

Der FC Rottenburg setzte sich souverän in der vergangenen Runde als Meister durch und tritt zur neuen Saison in der Landesliga an. Der letztjährige Tabellenzweite SV Croatia Reutlingen hat den Aufstieg über die Relegation hingegen verpasst. Als neue Mannschaft hinzugekommen ist der TSV Ofterdingen, der als Landesliga-Absteiger am liebsten sofort wieder aufsteigen möchte. Die Ofterdinger stehen am Sonntag gleich vor einer schweren Aufgabe. Mit dem SV Hirrlingen empfangen sie den letztjährigen Tabellenfünften.

Für vier Alb-Teams endete die vergangene Runde sportlich schmerzlich. Als Absteiger verließen der TSV Wittlingen, TSV Steinhilben, TSV Genkingen und der SV Zainingen die Bezirksliga. Dagegen schaffte die TSG Upfingen erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung ins Bezirksoberhaus. In der Relegation setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Kaschuba gegen den SV Zainingen und gegen den TSV Pliezhausen durch. Damit hat es nach sage und schreibe zehn Relegationsteilnahmen für die St. Johanner endlich mit dem Aufstieg geklappt.

Upfinger Premiere

Am Sonntag kommt es zum ersten Kräftemessen zwischen den beiden Aufsteigern TSG Upfingen und TB Kirchentellinsfurt. Bei den Fußballern von der Wacht kann das Saisonziel nur Klassenerhalt heißen. „Das wäre auf jeden Fall ein großer Erfolg. Das ganze wird natürlich schon eine Art Abenteuer für uns. Da erwarten uns ganz andere Kaliber“, sagt Upfingens Kapitän Bastian Stäbler. Ergänzt wurde die Mannschaft, die größtenteils komplett zusammenblieb, mit zwei bis drei Spielern, sodass man in der Breite stärker besetzt ist. „Wir haben uns die Bezirksliga hart erarbeitet und wollen an unsere Heimstärke anknüpfen, sodass wir zu Hause möglichst viele Punkte zum Klassenerhalt einheimsen können“, so Stäbler.

Der TSV Dettingen, welcher die letztjährige Bezirksliga-Saison als Tabellenvierter abschloss, bekommt es auswärts mit der SG Reutlingen zu tun. Die Dettinger waren mit dem SV Croatia Reutlingen die offensivstärksten Mannschaften. Dettingen möchte mit einem Sieg im Reutlinger Stadtteil Orschel-Hagen erfolgreich in die Runde starten. In den beiden letzten Begegnungen zwischen den beiden Teams gab es keinen Sieger, 2:2 und 4:4 endeten die Aufeinandertreffen. Bei Dettingen verabschiedete sich Trainer Daniel Blazevic aus beruflichen Gründen. Neuer Kommandogeber, der mit Emir Satorovic ein gleichgestelltes Trainerduo bildet, ist Zvonimir „Zvonko“ Sokcevic. Der ehemalige Landesligaspieler des TSV Wittlingen wird am Sonntag gegen die SG, aufgrund der Abwesenheit von Satorovic (Urlaub), alleine die Kommandos an der Seitenlinie geben.  Als Saisonziel gibt das Trainerteam die Top Fünf der Liga aus. „Das muss schon unser Ziel sein. Aus den ersten drei Spielen wollen und müssen wir unbedingt die Maximalausbeute von neun Punkten holen, ehe die Großen auf uns warten“, fordert Satorovic.

Beck ist neu im Ermstal

In der Abwehr verstärkten sich die Ermstäler mit dem vom TSV Wittlingen gekommenen Simon Beck. Er bildet mit Luigi Mannolo die Innenverteidigung und soll dafür sorgen, dass man hinten kompakter und stabiler agiert. Mit Carlo Liotti kehrt ein altbekannter und technisch versierter Spieler zu seinem Heimatverein zurück. Korbinian Matteis (TSG Young Reutlingen) rundet die Zugangsliste ab.

Einen bitteren Verlust müssen die Dettinger mit Markus Müller in Kauf nehmen. Der Angreifer verletzte sich in der Vorbereitung schwer am Kreuzband und Meniskus. Er wird voraussichtlich die komplette Saison ausfallen.

Die zweite Mannschaft des VfL Pfullingen tritt unter dem Namen VfL Pfullingen U23 an und präsentiert mit Cheftrainer Kim Laudage hochkarätigen Zuwachs auf der Kommandobrücke. Der Diplom-Sportwissenschaftler und DFB-Elite-Jugend-Lizenzinhaber tritt bei den Echaztälern die Nachfolge von Jörg Kluge an.

Laudage, der in der vergangenen Saison als Trainer des TSV Wittlingen den Klassenerhalt verpasst hat, tritt mit seiner neuformierten, jungen Mannschaft beim Aufsteiger TSV Hirschau an.

Der TSV Eningen um Spielertrainer Felix Krasser empfängt zum Saisonstart den TSV Sickenhausen. Als letztjähriger Aufsteiger präsentierten sich die Eninger stark und ergatterten einen respektablen neunten Tabellenplatz.