Kommentar: Matthias Jedele  zur Aufhebung des SSV-Punktabzuges Freude über die Null

 Mattias Jedele Simon Wagner Anne Laas Alexander Mareis
Mattias Jedele Simon Wagner Anne Laas Alexander Mareis © Foto: Kiehl
Reutlingen / Matthias Jedele 14.11.2018

Viele haben es sich erhofft, nicht alle aber damit gerechnet. Das Berufungsgericht der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg hat den dreifachen Punktabzug gegen den SSV Reutlingen 05 aufgehoben. Somit bleibt es bei der Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro aufgrund des Zuschauervergehens durch SSV-Anhänger beim Auswärtsspiel gegen die TSG Backnang am 25. August. Die Erleichterung auf Seiten des Teams, des Vereins und der Fans ist spürbar. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die Aktionen, die dazu führten, dass sich das Sportgericht mit dem SSV in dieser Art und Weise befasst, einfach unrechtmäßig waren und in keinster Weise zu tolerieren sind. Weiter muss man sich auch im Klaren sein, dass es bei einem weiteren ähnlichen Vergehen nicht automatisch wieder so glimpflich ausgehen wird. Somit sind neben dem Team und Verein vor allem jetzt die Fans in der Pflicht, dass man sich künftig auf den Fußball konzentriert und eventuelle Nebenkriegsschauplätze möglichst erst gar nicht aufkommen lässt. Auf der anderen Seite muss sich aber auch der Verband fragen, wie es dazu kommen kann, dass man ein Urteil ausspricht, das sich fernab jeglicher Rechtslage befindet. Auch hier wäre es sicherlich nicht die schlechteste Lösung, erst einmal seine eigene Satzung zu studieren und auf Grundlage dieser dann ein gerechtes Urteil zu fällen, unabhängig welcher Verein „angeklagt“ ist.

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