Der SV Granheim ist abhängig. Und zwar vom Ergebnis des SV Jungingen, der am letzten Spieltag der Frauen-Verbandsliga gegen den dezidierten Meister VfL Herrenberg ranmuss. Verliert Jungingen und gewinnen alle drei folgenden Teams in der Tabelle, steigt Jungingen ab und verschärft damit das Abstiegsszenario in der Landesliga Staffel 2. Dann müsste der SV Granheim das Derby gegen den VfL Munderkingen zwei Stunden später um 17 Uhr zwingend gewinnen. Nur dann hat das Team um Trainer Steffen Kemedinger den Klassenerhalt sicher.

Granheim weiß um die Stärke der Herrenbergerinnen, denn in der Vorsaison war dieses Team verantwortlich für Granheims Abstieg. Jetzt steht Granheim auf dem Relegationsplatz, der nur reicht, wenn Jungingen die Klasse hält. Immerhin scheint die Aufgabe gegen Schlusslicht Munderkingen recht leicht.

Altheim in Partylaune

Den dritten Platz absichern will die SG Altheim mit einem Erfolg beim SV Uttenweiler, der wie auch Munderkingen als sicherer Absteiger in die Regionenliga gilt. Die SGA hat als Aufsteiger eine bemerkenswerte Runde gespielt. „Wenn man sieht, wie sich die Mädels in den letzten Jahren verbessert haben, macht einen das wirklich stolz“, lobte Trainer und Macher Gerhard Kottmann. Im kommenden Jahr will er die Erfolgsgeschichte der SGA-Damen weiter schreiben. Innerhalb von fünf Jahren von der Bezirksliga bis zum Topteam der Landesliga – dieses Kunststück macht den SGA-Fußballerinnen so schnell keiner nach. Je nach Ausgang der Relegation ist sich Kottmann bewusst, in der neuen Saison die Favoritenrolle in der Liga einzunehmen. „Die Mannschaft wächst an ihren Aufgaben und nimmt den Lernprozess an“, meinte der SGA-Coach. Im Gegensatz zur Hinrunde will er mit seinem Team gegen Uttenweiler einen Sieg feiern, bevor es für ihn und sein Team dann auf dem eigenen Sportgelände zur großen Party beim Pfingstfest geht.

In der Regionenliga ist der Abstieg der SG Griesingen längst beschlossen. Der Blick geht bereits vorfreudig in Richtung Spielgemeinschaft mit Munderkingen. Der letzte Gegner heißt FC Römerstein. Die Älblerinnen treten in der Relegation an (23. Juni) und könnten auf den Bezirksligisten Öpfingen treffen, die aber erst das Entscheidungsspiel gewinnen müssten.

Dieses findet am Sonntag, 16. Juni, statt. Hier geht es gegen den Vizemeister der Staffel Alb (TSV Dettingen/Erms oder FC Engstingen). Doch zuvor muss der Tabellenzweite hinter Meister Dettingen die lästige Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Sigmaringen erledigen. Da gleichzeitig die Öpfinger Herren im Donaustadion spielen, müssen die SGÖ-Frauen auf den Trainingsplatz ausweichen. Das soll aber kein Grund sein, nicht Platz zwei zu verteidigen. Dabei helfen, dass alles gut geht, kann der SV Granheim II, der den Klassenerhalt sicher hat. Im Duell gegen den SV Unlingen, der mit zwei Punkten Abstand hinter Öpfingen liegend auf seine Chance lauert, soll zum Abschluss noch ein Sieg her.

Die SG Dettingen wird sich – wie bereits berichtet – eine Klasse nach oben in die Regionenliga verabschieden. Zum Abschluss empfängt das Team den SV Uttenweiler II. Nach dem zweiten Aufstieg in Folge und der Meisterfeier hat Trainer Patrick Baier dennoch ein Ziel: „Wir wollen die Saison ungeschlagen beenden, dann bin ich sehr zufrieden“.

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Punkte haben neben dem SV Jungingen gleich drei Verbandsliga-Teams am Tabellenende, der Letzte weist 20 Zähler auf. Am letzten Spieltag kann sich daher noch alles verschieben.