Etappenziel: Wieder Spaß haben

Der TSV Holzelfingen (weiße Trikots) tut sich in dieser Saison schwer, derzeit droht der Abstiegskampf. Ein Trainerwechsel soll für frischen Wind und den Sprung ins gesicherte Mittelfeld sorgen. Foto: Klaus-Peter Neef
Der TSV Holzelfingen (weiße Trikots) tut sich in dieser Saison schwer, derzeit droht der Abstiegskampf. Ein Trainerwechsel soll für frischen Wind und den Sprung ins gesicherte Mittelfeld sorgen. Foto: Klaus-Peter Neef
SAMUEL WÖRZ 20.10.2012
Platz zehn und die Abstiegsränge in Sichtweite: Beim TSV Holzelfingen kann man derzeit nicht zufrieden sein. Ob der Trainerwechsel von Volker Schmidt zu Walter Koch Besserung bringt?

Nach fünf sieglosen Partien, in denen insgesamt 21 Gegentore zu verbuchen sind, steht der TSV Holzelfingen mit der löchrigsten Abwehr der Kreisliga A nur vier Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. Angesichts dieser Bilanz kann man wohl von einer Krise sprechen, zumal der Trainer Volker Schmidt vor knapp zwei Wochen seinen Rücktritt erklärte, was wohl auch von der Vereinsführung nicht allzu sehr bedauert wurde. Schmidt, der zudem die Pfullinger B-Junioren in der Verbandsstaffel und auch die E-Junioren des VfL trainiert, habe zwar nach wie vor ein gutes Training gemacht, aber, so der TSV-Vorstand Rainer Mayer "das Drumherum hat nachgelassen." Und so beantwortet Mayer die Frage, ob dem Rücktritt eventuell eine Empfehlung des Vorstands vorausging, mit einem "Jein".

Wie auch immer: Während sich Schmidt nun komplett auf die Jugendarbeit beim VfL Pfullingen konzentrieren kann, steckt der TSV auch unter dem Interimstrainer und ehemaligen Holzelfinger Spieler Walter Koch weiter in der Misere. Das erste Ziel muss es sein "schnellstmöglich ins gesicherte Mittelfeld zu kommen", sagt Mayer. Denn wenn der Abstiegskampf droht, wird die Verunsicherung nur noch größer. "Wir müssen den Spaß am Fußball wiederfinden", sagt der Holzelfinger Vorsitzende.

Diese zwei Etappenziele soll der TSV innerhalb der Hinrunde mit dem neuen Trainer Walter Koch erreichen, bevor dann in der Winterrunde ein neuer Trainer gefunden sein soll. "Wir wollten keinen Schnellschuss machen," begründet Mayer die Übergangslösung.

Die Holzelfinger Probleme liegen indes nicht nur am fehlenden Spaß, das Team hat auch mit großen personellen Problemen zu kämpfen. "Wir sind mit einem kleinen Kader von 14,15 Mann in die Saison gegangen, da tut jeder Ausfall weh," erklärt Rainer Mayer die Tatsache, dass in einigen vergangenen Partien selbst angeschlagene und noch leicht verletzte Spieler auflaufen mussten. Denn neben Torwart Kosta Panagiotidis muss der TSV auch auf mehrere Leistungsträger im Mittelfeld verzichten. Hinzu kommen Studenten, die nur unregelmäßig trainieren, was laut Mayer auch ein Grund für die miserable Lage ist: "Ohne Fleiß, kein Preis."

Und im letzten Spiel gegen den SV Hülben kam auch noch Pech dazu, als die Holzelfinger in den letzten Minuten noch den Ausgleichstreffer kassierten. Aber auch das passt derzeit in das Geamtbild. "Wir schätzen momentan jeden Gegner als stärker ein," sagt Mayer und folgert daraus: "Unsere Defensive muss kompakter werden." Schließlich war dies die größte Schwäche des TSV in der bisherigen Saison - bei 35 Gegentreffern in zehn Spielen unschwer auch an den nackten Zahlen zu erkennen.

Doch so düster es momentan auch aussehen mag, langfristig ist sich Mayer sicher, dass es in Holzelfingen wieder aufwärts geht. Unter einer Voraussetzung: "Die Verletzten müssen zurückkommen."