Region Die Relegation fest im Blick

Im Rennen um den Relegationsplatz wollen die Spieler der SGM Holzelfingen/Honau (rechts) den entscheidenden Schritt schneller sein.
Im Rennen um den Relegationsplatz wollen die Spieler der SGM Holzelfingen/Honau (rechts) den entscheidenden Schritt schneller sein. © Foto: Markus Sosnowski
ALBERT PUKALL 09.05.2015
Das einstige Polster von zehn Punkten auf den dritten Tabellenplatz ist mächtig geschrumpft. Aber die SGM TSV Holzelfingen/TuS Honau hat die Relegation zur Bezirksliga weiterhin fest im Blick.

Seit drei Pflichtspielen im Ligabetrieb und im Bezirkspokal wartet die SGM TSV Holzelfingen/TuS Honau auf ein Erfolgserlebnis. Sollte die TSG Upfingen ihr Nachholspiel siegreich gestalten, dann ist der satte Vorsprung von zehn Punkten auf nur noch einen mageren Zähler zusammengeschmolzen.

"Das ist natürlich bitter, dennoch sind wir mit dem bisherigen Saisonverlauf im ersten Jahr nach der vollzogenen Fusion der beiden Vereine aus Holzelfingen und Honau mehr als zufrieden", sagt der SGM-Abteilungsleiter Phillip Moll, der vor der Saison bei Weitem nicht mit diesen Erfolgen gerechnet hat: "Mit Honau als A-Ligaabsteiger und einem TSV Holzelfingen, der in der vergangenen Saison im hinteren Drittel stand, war unser oberstes Ziel ein Platz im gesicherten Mittelfeld".

Dieses Ziel hat die SGM bereits übertroffen. Neben dem derzeit zweiten Tabellenplatz kam als Zusatzbonbon noch das Erreichen des Halbfinales im Bezirkspokal dazu, welches gegen den Bezirksligisten TSV Ofterdingen mit 0:3 verloren wurde. Und nicht nur auf dem Platz, wo die SGM von Spielführer und "Leader" Lars Förster angetrieben wird, präsentiert sich die neue Spielgemeinschaft als echte Einheit. "Auch in der Freizeit unternehmen wir viel zusammen und sind bereits ein richtig eingeschworener Haufen", so Moll.

Für die neue Saison laufen die Planungen bereits auf Hochtouren und mit Trainer Thorsten Spallinger wurde um eine Spielzeit verlängert. Auch der Kader bleibt im Großen und Ganzen zusammen. "Ein, zwei Fragezeichen stehen aus beruflichen und altersbedingten Gründen zwar noch an, das meiste ist jedoch in trockenen Tüchern", so Moll, der auch Gespräche mit externen Neuzugängen bestätigt: "Hier ist uns neben dem fußballerischen Können aber genauso wichtig, dass die neuen Spieler menschlich zu uns passen."

Egal wie die restlichen vier Spiele nun noch verlaufen werden, kann die SGM auf eine erfolgreiche Saison schauen. "Natürlich wollen wir als Krönung noch in die Relegation, dazu sind aber noch mindestens drei Siege nötig", so Phillip Moll, der für die kleine Flaute zuletzt eine Erklärung hat: "Wir machen gerade einfach keine Tore und können die Ausfälle unserer beiden etatmäßigen Stürmer nicht wirklich kompensieren."

Neben Fabian Schäufele (14 Treffer) fehlte der SGM in den letzten vier Spielen auch sein Stürmerkollege Dominik Hoffmann, der im letzten Spiel gegen den SV Hülben zwar nach seiner Einwechslung gleich wieder traf, die 1:2-Heimniederlage aber auch nicht verhindern konnte. Fabian Schäufele, der sich zum Rückrundenauftakt einen Muskelfaserriss zuzog, ist mittlerweile wieder im Training.

"Wir haben in den verbleibenden Spielen von der Tabelle her machbare Aufgaben und werden unsere Punkte noch holen, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen", so Phillip Moll. Der Beginn zu der Siegesserie zum Saisonfinale soll schon morgen bei der SGM Undingen/Erpfingen/Willmandingen beginnen. Sollte es dann tatsächlich für die Relegation zur Bezirksliga reichen, sieht Moll die SGM auch dort nicht chancenlos: "In solchen Spielen stehen die Chancen immer 50:50, die Tagesform ist entscheidend und dann brauchst du auch noch das Quentchen Glück."

Nach vier Siegen in Folge wurde die Aufholjagd der TSG Upfingen am vergangenen Spieltag durch den Spielausfall bei der TSG Münsingen zunächst unterbrochen. Morgen empfängt die TSG zum St. Johanner Derby den SV Würtingen, für den es als Tabellenletzter darum geht, in dieser Partie Punkte mitzunehmen. Ein emotionales Auf und Ab erlebte der SVW am letzten Spieltag, als man gegen die SGM Undingen/Erpfingen/Willmandingen einen 0:2-Rückstand noch in ein 3:2 umbog und quasi in der letzten Spielminute doch noch den Ausgleich hinnehmen musste.