Fußball Derbycharakter gegen Upfingen für Würtingen wichtiger als Spitzenspiel

Würtingen / sos 01.09.2018

Zugegeben, nach zwei Spieltagen in der Münsinger A1-Liga ist die Tabelle noch wenig aussagekräftig. Dennoch hat das Derby zwischen dem momentanen Tabellenführer SV Würtingen und dem Zweitplatzierten TSG Upfingen am Sonntag echten Spitzenspielcharakter. Beide Teams starteten imposant in die neue Spielzeit und stehen nach ihren beiden Auftaktsiegen mit einem Torverhältnis von 8:1 beziehungsweise 7:1 an der Tabellenspitze, dicht gefolgt vom ebenfalls mit sechs Punkten in die Saison gestarteten FC Engstingen.

Würtingens Trainer Andreas Schmid, der seit diesem Sommer das Zepter beim SV schwingt, tritt, trotz des geglückten Saisonstarts seiner Elf, auf die Euphoriebremse: „Von den Punkten her ist für uns alles perfekt gelaufen. Spielerisch fehlt uns aber noch einiges, da ist noch viel Luft nach oben.“ So ist es für Schmid nach nur zwei Punktspielen verfrüht, bei der Partie gegen Upfingen von einem Spitzenspiel zu reden. Vielmehr stellt der Übungsleiter den Derbycharakter in den Mittelpunkt: „Alle Spieler sind natürlich heiß, aber das Derby ist wichtiger als das Spitzenspiel.“ Entsprechend will sich der Würtinger Coach vor heimischer Kulisse gegen die TSG nicht verstecken und verspricht eine offensive Ausrichtung seiner Elf: „Generell bin ich einer, der eher offensiv spielen lässt. Bis die Spieler meine Philosophie von Ballbesitz und einem schnellen Umschaltspiel verinnerlicht haben, braucht es aber noch Zeit“, so Schmid. Personell kann der SVW-Trainer gegen Upfingen aus dem Vollen schöpfen. Dies stellt den Trainer sogleich vor ein Luxusproblem: „Sorgen bereitet mir, dass zu viele Spieler da sind und alle spielen wollen“, schmunzelt er.

Für den „reingeschmeckten“ Würtinger Trainer, der in Pliezhausen wohnt, ist das Derby im Übrigen ebenso Neuland, wie die gesamte Münsinger A1-Liga. Darin sieht Schmid jedoch keinen Nachteil für sich und sein Team: „Ich habe viele erfahrene Spieler im Team, von denen jeder jeden kennt. Da erfahre ich dann schon alles Wissenswerte über die Stärken unserer Gegner.“

Den Kontakt zum SV Würtingen knüpfte Schmid übrigens über das Trainerportal des WFV. „Ich kannte die Mannschaft vorher nicht, aber ich habe im Vorfeld erfahren, dass alle sehr gut mitziehen und offen für neue Sachen sind. Ich hatte zudem sehr offene Gespräche mit der Würtinger Abteilungsführung. Kurzum hat mich die neue Aufgabe in einer neuen Liga mit vielen neuen Gesichtern gereizt.“ Zuletzt trainierte Schmid den TSV Boll (Bezirksliga Zollern), den SV Walddorf (Kreisliga A2 Alb) und der TB Kirchentellinsfurt (damals Landesliga).

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel