Stuttgart / Reutlingen Der SSV hat den WFV-Pokal

Da ist das Ding: Die Spieler des SSV Reutlingen feiern am Mittwochabend nach einem 2:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten FV Ravensburg den Gewinn des WFV-Pokals - und den damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokalwettbewerb.
Da ist das Ding: Die Spieler des SSV Reutlingen feiern am Mittwochabend nach einem 2:1-Sieg gegen den Ligakonkurrenten FV Ravensburg den Gewinn des WFV-Pokals - und den damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokalwettbewerb. © Foto: Jo Baur
Stuttgart / Reutlingen / L. FREUDEMANN/ P. WÖRZ 07.05.2015
Mit einem 2:1-(1:0)-Sieg über den Ligakonkurrenten FV Ravensburg hat der Fußball-Oberligist SSV Reutlingen gestern Abend den WFV-Pokal gewonnen. SSV-Schlussmann Grgic war bester Mann des Spiels.

Mit dem Erfolg vor 3700 Zuschauern im Stuttgarter Gazi-Stadion hat der SSV Reutlingen nicht nur einer unbefriedigenden Saison einen Höhepunkt verpasst, sondern sich auch die finanzielle Basis für die nächste Spielzeit geschaffen. "Wir wollten mit aller Macht diesen Pokal holen und haben Geschichte geschrieben", sagte der Reutlinger Kapitän Guiseppe Ricciardi.

Als WFV-Pokalsieger, was der SSV Reutlingen bereits in den Jahren 1988, 1990 und 1999 war, ist die Qualifikation für den DFB-Pokal verbunden - und damit eine Garantiesumme von 140 000 Euro.

Entsprechend angespannt waren die Nerven, und so dauerte es bis zur 16. Minute, ehe der SSV offensiv das erste Mal in Erscheinung trat: Marc Golinski versuchte mit einem Fernschuss sein Glück. In der 24. Minute fiel dann das 1:0: Sven Schimmel setzte sich auf Außen durch und seine Flanke verwertete Pierre Eiberger aus zehn Metern.

Die Defensive der Kreuzeiche-Kicker zeigte sich aber alles andere als sattelfest. Ravensburg hatte vor der Pause einige gute Möglichkeiten. Die Reutlinger, die teils mit haarsträubenden Fehlern um den Ausgleich bettelten, hatten es vor allem ihrem Torhüter Grgic und dem Fußballgott zu verdanken, dass der inzwischen fällige Ausgleich verhindert wurde. Zwei Mal Fiesel und ein Mal Toprak scheiterten aus aussichtsreichen Positionen. So ging es mit einem schmeichelhaften 1:0 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Oberschwaben mächtig auf, doch der SSV-Torhüter Grgic wurde zum Turm in der Schlacht und entschärfte alle brenzligen Situationen. Neben Grgic sorgte dann Andreas Maier für den letzten Schritt in den DFB-Pokal. Er köpfte nach einem zunächst abgefälschten Eckball den Ball aus zehn Metern über alle hinweg hoch ins Netz. Dabei sah der Ravensburger Torhüter Frey nicht gut aus. Nun agierten die Ravensburger noch aggressiver und versuchten, mit längen Bällen in die Spitze zu kommen. Allerdings stand die SSV-Abwehr nun besser.

Trotzdem hatte der FV-Stürmer Soyudogru noch mehrere Möglichkeiten, blieb jedoch stets zweiter Sieger gegen Grgic. Letzterer war schließlich in der 90. Minute machtlos, als er einen Elfmeter von Wohlfarth passieren lassen musste. Der SSV überstand dann aber die letzten vier Minuten unbeschadet.

"Ravensburg hatte unfassbar gute Chancen, nützte sie aber Dank Grgic nicht. Das ist ein sehr schöner Abschied für mich", sagte der Reutlinger Trainer Robert Hofacker, der den Club nach dieser Saison verlassen muss.

So spielten sie

SSV Reutlingen: Grgic - Hartmann (46. Feigl), Schimmel, Wiesner, Maier, Golinski (89. Hölzli), Ricciardi, Eiberger, Seemann (93. Levet), Schiffel, Bischoff (87. Brandstetter).

Tore: 1:0 Eiberger (24.), 2:0 Maier (61.), 2:1 Wohlfarth (90./Foulelfmeter).

Zuschauer: 3700.

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