Fußball Coup gegen Altach folgt ein Dämpfer

27 gegen 38 Jahre: Der Reutlinger Marcel Avdic (links) wird hier vom zweifachen kroatischen A-Nationalspieler Ivica Banovic (rechts), der auch 149 Bundesligaspiele bestritt, im Testspiel gegen den SC Freiburg II im Singener Hohentwielstadion bedrängt.
27 gegen 38 Jahre: Der Reutlinger Marcel Avdic (links) wird hier vom zweifachen kroatischen A-Nationalspieler Ivica Banovic (rechts), der auch 149 Bundesligaspiele bestritt, im Testspiel gegen den SC Freiburg II im Singener Hohentwielstadion bedrängt. © Foto: Baur
Oberstaufen / woga 21.01.2019

Nach dem mehr als achtbaren 4:4-Remis beim österreichischen Bundesligisten SCR Altach folgte ein kleiner Dämpfer: Fußball-Oberligist SSV Reutlingen verlor den zweiten Test im Rahmen des Trainingslagers in Oberstaufen, als er im Hohentwiel-Stadion in Singen gegen den nur eine Klasse höher angesiedelten Südwest-Regionalligisten SC Freiburg II mit 1:4 unterlag.

SSV-Trainer Teodor Rus hatte nicht so viele Wechselmöglichkeiten, sodass manche Spieler zwei Mal innerhalb von 24 Stunden antreten mussten. Daher schwanden nach den zusätzlichen harten Trainingseinheiten die Kräfte.

Nachdem Elvir Gashi und Onesi Kuengienda sich schon in Reutlingen leicht verletzten, ins Trainingslager mitfuhren und dort mittrainierten, aber in den bisherigen zwei Testpartien nicht spielen konnten, erwischte es weitere Spieler: Janick Schramm und Dominic Sessa waren umgeknickt, ihr Einsatz  erschien zu riskant. Jannick Schmitt hatte Knieprobleme.

Ex-Reutlinger trifft gegen SSV

Der SC Freiburg II ging durch den ehemaligen Reutlinger Marvin Pieringer in der 7. Minute in Führung. Der SSV verlor die Zweikämpfe, kam nicht ins Spiel, die Breisgauer vergaben einige Chancen. Währenddessen waren die Reutlinger kaum imstande, sich Möglichkeiten herauszuspielen.

Erst nach der Pause wurde es besser und die Achalmstädter konnten einigermaßen mit dem Regionalligisten mithalten. Marcel Avdic glich in der 51. Minute sogar zum 1:1 aus.

Doch als der SSV immer müder wurde, die Beine schwer wurden (nachvollziehbar wegen der vorher im Tiefschnee in Oberstaufen absolvierten Trainingseinheiten) schlug der SC Freiburg II eiskalt zu, nutzte die Chancen. Logisch Konsequenz waren die Tore von Probst (65.), Bruno (84.) und Schmid  (89. Minute) zum 1:4-Endstand, wobei die Bundesliga-Reserve auch von Reutlinger Fehlern profitierte.

Trainer Teodor Rus meinte zum Spiel: „Wir hatten kaum Chancen, waren nach den harten Einheiten müde. Doch das Resultat ist unwichtig. Ich gewann ebenso wie mein Co-Trainer Volker Grimminger Kenntnisse, die wir umsetzen müssen. Nach der Pause, bis auf die letzten Minuten, war das Spiel ausgeglichener. Wir standen besser. Doch es waren insgesamt tolle Einheiten im Tiefschnee, die Ergebnisse spielten nicht die Rolle, wenngleich wir dem Erstligisten SCR Altach ein Unentschieden anrangen.“

Am Samstagabend gab es noch eine Stetching-Einheit, am gestrigen Sonntag stand eine Laufeinheit im Schnee auf dem Programm.

Im Schnee voll mitgezogen

„Mein Team zog voll mit, das war professionell. Der Teamgeist wurde durch die vier Tage noch mehr gefördert, was auch ein Ziel neben guter Fitness war. Wir hatten reichlich Schnee, die Laufeinheiten wurden dennoch mit Engagement durchgezogen. Wir haben jetzt noch vier Testspiele in der Region, das erste am Samstag bei der TSG Tübingen. Dann spielen wir noch gegen den VfL Sindelfingen, Croatia Reutlingen und die TSG Balingen.“, lässt Rus verlauten.

Langweilig waren die jüngsten zwei Testspiele nicht: der SSV kassierte gegen Altach und Freiburg II acht Tore, erzielte aber auch fünf.

SC-II-Trainer Christian Preußer war zufrieden, sein Freiburger Team geht noch ins Trainingslager nach Andalusien und beginnt die Punktspiele in der Regionalliga Südwest am 16. Februar gegen den FK Pirmasens. Der SSV Reutlingen trainiert jetzt bei Kälte an der Kreuzeiche.

SSV Reutlingen Fußball: Jurkovic – Maier (46. Reißig), Vogler (46. Eiberger), Milisic, Schiffel – Elfadli, Wöhrle, Schwaiger, Schneider (65. Bulut) – Giles (65. Gümüssu), Avdic.

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