Teheran (dpa) – Wegen der politischen Ausschreitungen will der iranische Fußballverband sein WM-Qualifikationsspiel gegen Hongkong auf neutralem Boden austragen.

„Wir haben die FIFA diesbezüglich in Kenntnis gesetzt und unser Antrag wird derzeit überprüft“, sagte FFI-Sprecherin Homejra Assadi. Vor allem wenn die Proteste am Hongkonger Flughafen andauern sollten, wäre eine Anreise wohl nicht machbar, so die Sprecherin laut Nachrichtenagentur Isna. Der Iran bestreitet am 10. September sein erstes WM-Qualifikationsspiel auswärts gegen Hongkong.

In Hongkong war es bei Protesten zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften gekommen, dabei waren insgesamt 159 Personen festgenommen worden. Es war das 13. Wochenende in Folge, an dem in der autonom verwalteten chinesischen Sonderverwaltungsregion demonstriert wurde. Der Unmut richtet sich gegen die eigene Regierung, gegen übermäßige Polizeigewalt, aber auch gegen Chinas kommunistische Führung in Peking. Die Protestbewegung befürchtet einen steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong und eine Beschneidung ihrer Freiheitsrechte.

Nachrichtenagentur Isna, Persisch