Gruppensieg im Visier Jubilar Suárez zuversichtlich: Haben „große Erwartungen“

Selbstbewusst nach dem Einzug ins Achtelfinale: Uruguays Luis Suárez. Foto: Andrew Medichini/AP
Selbstbewusst nach dem Einzug ins Achtelfinale: Uruguays Luis Suárez. Foto: Andrew Medichini/AP © Foto: Andrew Medichini
Rostow am Don / Von Eric Dobias und Ulrike John, dpa 21.06.2018

Nach seinem rundum geglückten Jubiläum und dem vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale verabschiedete sich Uruguays Topstürmer Luis Suárez voller Zuversicht in die Nacht.

„Wir haben ein großes Selbstbewusstsein und große Erwartungen“, verkündete der Angreifer vom FC Barcelona mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf. „Wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen.“

Beim 1:0 (1:0) gegen Saudi-Arabien hatte Suárez die Celeste mit seinem 52. Treffer im 100. Länderspiel zum zweiten Vorrundensieg geschossen und sich selbst damit das schönste Geschenk gemacht. „Ich fühle mich geehrt, dass ich für diese Auswahl 100 Spiele gemacht habe“, betonte Suárez. „Ich bin zufrieden, dass ich der Mannschaft mit dem Tor helfen konnte. Als Angreifer versucht man immer, die Freude mit den Mitspielern zu teilen.“

Im Duell mit dem punktgleichen WM-Gastgeber Russland müssen sich die Südamerikaner am kommenden Montag jedoch mächtig strecken, wollen sie die Gruppe A als Erster abschließen. Dazu ist ein Sieg nötig. Das weiß auch Trainer Oscar Tabarez. „Wir müssen die Dinge verbessern, an bestimmten Aspekten arbeiten“, formulierte der 71-Jährige die Marschroute für den weiteren Turnierverlauf.

Immerhin wartet danach in der K.o.-Runde, die Uruguay zum dritten Mal in Serie erreicht hat, mit großer Wahrscheinlichkeit ein richtig dicker Brocken - entweder Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo oder Ex-Weltmeister Spanien. Vor allem vor Ronaldo ist der Respekt groß. „Er ist auf einer Welle. Vier Tore in zwei Spielen - das ist sehr eindrucksvoll“, sagte Tabarez.

Suárez macht das jedoch keine Angst. „Der Gegner ist egal. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen“, erklärte der 31-Jährige. „Da spielen elf gegen elf, 90 Minuten oder vielleicht 120 - und alles ist offen.“ Zumal der Vater zweier Kinder, der demnächst Familienzuwachs erwartet, wie die gesamte Mannschaft noch gar nicht richtig im Turnier angekommen ist. „Wir haben noch nicht so gespielt, wie wir es können“, räumte Suárez ein.

Ähnlich sah es Abwehrrecke Diego Godin, der darin aber keinen Grund zur Beunruhigung erkannte. „Es gibt halt keine leichten Spiele bei der WM“, stellte der Innenverteidiger vom Europa-League-Sieger Atlético Madrid lapidar fest. „Man muss das Positive sehen: Wir haben die Gruppe überstanden - und das bisher ohne Verletzte, ohne Gelbe Karten und ohne Gegentore.“

Deshalb hoffen die Himmelblauen trotz der bislang durchwachsenen Auftritte auf eine lange WM-Reise. Wofür in erster Linie natürlich Suárez, der nun als erster Spieler seines Landes bei drei Endrunden getroffen hat, mit weiteren Toren sorgen soll. „Er steht immer unter Druck, aber er nimmt den Druck auf sich und lebt damit. Er hatte schon immer ein großes Verantwortungsbewusstsein“, lobte Tabarez den Topstürmer. „Manchmal spielt er weniger gut, aber er ist so stark, dass es immer Hoffnung gibt, dass er dem Team etwas gibt.“

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