Die Spielervereinigung Fifpro hat im Hinblick auf die WM-Qualifikation in Südamerika vor dem Reiserisiko für rund 250 Spieler gewarnt.
„Bis zu 251 Athleten müssen möglicherweise lange Reisen machen“, hieß es in einer Studie der Fifpro in Koordination mit der KPMG Football Benchmark. Demnach würden viele Spieler in Länder mit der höchsten Corona-Inzidenz weltweit ein- und ausreisen, mit mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern.
Die Fifpro nennt prominente Namen wie Messi, James und Luis Suárez und verweist darauf, dass bei Ländern wie Argentinien, Kolumbien oder Uruguay viele bis alle Spieler im Ausland aktiv sind. Nur bei Bolivien sind die meisten Nationalspieler bei Clubs im Land unter Vertrag. Der Start für die WM-Qualifikations-Partien in Südamerika ist für den 8. und 13. Oktober vorgesehen.
Die FIFA hatte am 1. Oktober einige Ausnahmen beschlossen, die die Clubs von der Abstellpflicht für Nationalspieler in der Pandemie-Zeit befreien. So müssen Clubs ihre Spieler nicht abstellen, wenn am Ort des Vereins oder am Ort des Länderspiels eine zwingende Quarantäne von fünf Tagen oder eine Reisebeschränkung zu einem dieser Orte besteht. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende, also für die Länderspielfenster im Oktober und November.
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