Nach 0:2 gegen England Panama mit ähnlichem Regel-Irrtum wie Portugal

Fidel Escobar (r) kämpft mit dem Engländer Raheem Sterling um den Ball. Der Panamaer wollte mit einem schnellen Anstoß die Gegner überrumpeln. Foto: Victor Caivano/AP
Fidel Escobar (r) kämpft mit dem Engländer Raheem Sterling um den Ball. Der Panamaer wollte mit einem schnellen Anstoß die Gegner überrumpeln. Foto: Victor Caivano/AP © Foto: Victor Caivano
Nischni Nowgorod / DPA 24.06.2018

Panama hat bei seiner 1:6 (0:5)-Niederlage gegen England mit einer kuriosen Aktion die Zuschauer amüsiert.

Die Canaleros erlagen in der ersten Halbzeit offenbar einem ähnlichen Regel-Irrtum wie zuvor die Spieler Portugals und versuchten noch während Englands Torjubel einen vorschnellen Anstoß auszuführen. Schiedsrichter Ghead Grisha pfiff die regelwidrige Aktion jedoch ab.

Die englischen Profis, die WM-Debütant Panama im zweiten Gruppenspiel in Nischni Nowgorod keine Chance ließen, jubelten gerade an der Eckfahne über den verwandelten Strafstoß von Harry Kane zum 2:0, als sich Panamas Fidel Escobar den Ball schnappte und zum Mittelkreis lief. Escobar wollte den Anstoß blitzschnell ausführen, um Englands Torwart Jordan Pickford in Abwesenheit seiner Vorderleute zu überwinden. Doch zu seinem Ärger ertönte der Pfiff des Referees.

Gemäß dem Regelwerk darf ein Anstoß aber nur ausgeführt werden, wenn sich alle Spieler außer demjenigen, der den Anstoß ausführt, in der eigenen Hälfte des Spielfelds befinden. Europameister Portugal hatte zuvor mit seinem seltsamen Torjubel Aufsehen erregt, bei dem jedes Mal ein Spieler im Feld blieb. Die Portugiesen glaubten irrtümlich, nur so den Anstoß des Gegners verhindern zu können. Kleiner Trost für Panama: Das erste WM-Tor gelang ihnen schließlich trotzdem noch.

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