Verbandspräsident Kroate Suker genervt: „Hört mir auf mit 1998!“

Kroatiens Verbandspräsident Davor Suker wurde als Spieler bei der WM 20 Jahre zuvor Torschützenkönig. Foto (2016): Peter Kneffel Foto: Peter Kneffel
Kroatiens Verbandspräsident Davor Suker wurde als Spieler bei der WM 20 Jahre zuvor Torschützenkönig. Foto (2016): Peter Kneffel Foto: Peter Kneffel © Foto: Peter Kneffel
Kaliningrad / DPA 17.06.2018

Die Vergleiche mit 1998 kann Davor Suker nicht mehr hören. „Hört mir auf mit 1998“, sagte der frühere Weltklasse-Stürmer und heutige Präsident des kroatischen Fußball-Verbandes genervt: „Das ist 20 Jahre her.“

Damals, vor 20 Jahren, bei der WM in Frankreich war Kroatien sensationell Dritter geworden, Suker krönte sich zudem zum Torschützenkönig. Danach sind die Kroaten bei allen WM-Teilnahmen in der Vorrunde gescheitert. Der 2:0-Auftaktsieg gegen Nigeria lässt die Fans des Teams um die Stars Ivan Rakitic (FC Barcelona), Luka Modric (Real Madrid) und Mario Mandzukic (Juventus Turin) trotz mäßiger Leistung von einer Wiederholung träumen.

„Manche reden jetzt schon vom Halbfinale“, kritisierte der 50 Jahre alte Suker: „Aber wir müssen Schritt für Schritt gehen. Schon zu diesem Zeitpunkt vom Halbfinale zu reden, das macht nicht einmal Deutschland. Und die haben es zuletzt immer bis dorthin geschafft.“ Kroatien habe „gute Spieler, einen guten Trainer und einen guten Geist“, sagte Suker: „Aber es ist noch ein langer Weg.“

Der erste Schritt war in den Augen von Trainer Zlato Dalic aber ein großer. „Bei allen Weltmeisterschaften nach 1998 sind wir in der Vorrunde gescheitert. Aber dabei haben wir immer das erste Spiel verloren“, erklärte Dalic: „Diese negative Tradition haben wir also schon mal gebrochen.“

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