Die deutschen Spieler in der Einzelkritik beim 1:1 (0:0) in Basel gegen die Schweiz:
Leno: Parierte gut gegen Seferovic (12.), Steffen (26.) und Xhaka (85.). Beim Ausgleich ohne Chance. Fleißpunkte für die Backup-Rolle.
Ginter: Vorbereiter zum 1:0 und mit guter Spieleröffnung. Defensiv aber mit Abstimmungsproblemen. Muss noch in den Rhythmus kommen.
Süle: Gegen Embolo beim Ausgleich zu passiv. Hat noch Rückstand in Fitness und Zweikampfhärte. Aber das Raumgefühl passte schon.
Rüdiger: Im Duell mit Gladbachs Emobolo permanent gefordert. Haute sich energisch rein. Vorne mit guter Kopfball-Chance (17.).
Kehrer: Ließ sich in der Rückwärtsbewegung von Benito und Steffen mehrfach ausspielen. Offensiv machte er zu wenig aus seinen Räumen.
Gündogan: Kurbelte das Spiel an. Gute Vertikalpässe und tolles Auge als Torschütze. Konnte Schweizer Angriffsspiel nicht immer stoppen.
Kroos: Mit starkem Beginn, dann aber auch mit einigen Ruhephasen. Kam kaum in die Zweikämpfe und setzte nach der Pause wenig Impulse.
Gosens: Tastet sich weiter nur langsam an das Länderspiel-Niveau heran. Gute Chance (47.), aber beim Ausgleich zu weit weg von Widmer.
Draxler: Konnte dem Spiel nicht die erhoffte Ordnung geben. Vergab die Riesenchance zum 2:0 (31.). Braucht bei PSG mehr Spielanteile.
Sané: Der Akku war zwar wieder voll, hielt diesmal aber nur 45 Minuten. Bis dahin viel in Bewegung. Ein steter Unruheherd.
Werner: Agierte sehr dynamisch, nur die Laufwege passten nicht immer. Rieb sich zu sehr auf. Nur eine gute Schusschance (38.).
Brandt: Kam für Sané. Führte sich mit Zuspiel auf Gosens gut ein. Aber mit krassem Fehlpass vor dem Ausgleich. Offensiv ohne Wirkung.
Tah: In der 62. Minute für Süle eingewechselt. Machte im zehnten Länderspiel die Räume solide dicht.
Can: Kam für die Schlussviertelstunde für den müden Gosens. Versuchte auch noch, Druck nach vorne zu machen - ohne Erfolg.
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