Fußball-Nationalspieler Niklas Süle hat vier Monate nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder eine Laufrunde auf dem Rasen gedreht. Damit lebt knapp vier Monate vor dem Beginn der EM 2020 auch sein Traum von einer Teilnahme am Fußball-Turnier.

„Nach knapp vier Monaten jeden Tag in diesem Kraftraum ein ähnliches Programm zu absolvieren, war es für mich überragend, heute hier rauszukommen, wieder zu laufen und das Gras ein bisschen zu riechen“, sagte Süle am Montag. Die ersehnte Rückkehr auf den Rasen ist für den 24 Jahre alten Innenverteidiger eine wichtige Etappe Richtung Comeback. „Das war für mich der richtige Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu gehen“, sagte Süle. Bis zum Comeback ist es aber noch ein weiter Weg.

Niklas Süle vor EM 2020: Keine Komplikation im Knie

Süle berichtete bei FCBayern.tv vom guten Heilungsprozess, „ohne irgendwelche Komplikationen in meinem Knie. Ich laufe komplett beschwerdefrei und das ist, was zählt.“ Der Kontakt zum Team sei permanent da. „Ich bin mit den Jungs immer im Austausch. Sie wissen über jeden nächsten Schritt bei mir Bescheid, und es freut sie natürlich auch, dass ich den nächsten Schritt gehen konnte“, sagte der Nationalspieler.

Im Spiel gegen Augsburg riss sich Süle das Kreuzband.
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Wettkampf mit der Zeit bis zur EM 20020 für Süle

Süle hatte im Oktober im Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Der Münchner Abwehrchef zeigte sich trotz der erneuten Verletzung - bereits in der Saison 2014/15 hatte er einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten - wiederholt zuversichtlich, dass er es noch bis zur EM im Juni schaffen kann. Von Vereinsseite wurde das zurückhaltender beurteilt. Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt sagte kürzlich, dass man die Entwicklung bei Süle abwarten müsse.

Ulm

Bundestrainer Joachim Löw hatte im Januar beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga keine Prognose zu einem Süle-Comeack abgegeben. „Beim Niklas muss man abwarten“, erklärte Löw damals