Ex-Nationaltorwart Frank Rost hat Verständnis für DFB-Ersatzmann Marc-André ter Stegen geäußert.

„Auf was soll denn Marc-André ter Stegen, der sich in Spanien durchgesetzt hat, was nicht so einfach ist für einen deutschen Torwart, auf was soll er noch warten“, sagte Rost dem Pay-TV-Sender Sky. Ter Stegen hatte mit Interview-Aussagen im September eine Diskussion zum Zweikampf mit Manuel Neuer um den Stammplatz im Tor der Fußball-Nationalmannschaft ausgelöst.

„Er ist im besten Alter, ich verstehe das komplett. Ich würde ihm das auch nicht übelnehmen. Ich glaube es geht auch nicht gegen seinen Kollegen Manuel Neuer. Er hat den Anspruch, er spielt bei einem der weltbesten Clubs“, sagte Rost über ter Stegen: „Insofern: wenn nicht jetzt, wann dann?“ Dennoch sieht der ehemalige Schlussmann von Werder Bremen, Schalke 04 und des Hamburger SV Kapitän Neuer im Vorteil.

„Aber um bei einem Turnier zu spielen, da musst du da reinpassen, in diesen ganzen Mix, der da ist, und da passt Neuer besser rein. Da würd ich mich einfach festlegen. Wenn er keine Verletzung hat, spielt Neuer dann auch bei der nächsten EM“, sagte der 46 Jahre alte Rost, der 2002 und 2003 viermal für Deutschland spielte. Ter Stegen habe im DFB-Trikot auch Pech gehabt und oft „volatil“ gespielt.

In der Hierarchie von Bundestrainer Joachim Löw ist Neuer die Nummer eins. Ter Stegen soll aber immer wieder Chancen bekommen, sich zu beweisen. Zuletzt spielte er beim 2:2 im Test im Oktober gegen Argentinien. Neuer stand dann im folgenden EM-Qualifikationsspiel in Estland (3:0) im Tor.

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